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Fußball-Bundesliga : „Treffen alter Freunde“

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Rückkehr nach München: Stefan Effenberg Bild: dpa

Erstmals nach seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg trifft der einstige Bayern-Kapitän Stefan Effenberg auf seinen Ex-Klub in München.

          Der Abschied im Mai war unterkühlt, bei seiner Rückkehr im November erwartet Stefan Effenberg dagegen einen warmen Empfang. „Ich rechne mit einer herzlichen Begrüßung, denn ich habe viel für den FC Bayern getan“, sagt der Mittelfeldstar vor seinem ersten Gastspiel mit dem VfL Wolfsburg bei seinem Ex-Klub am Samstag (15.30 Uhr, live bei Premiere).

          Wer anlässlich der Begegnung Giftpfeile aus Wolfsburg Richtung München erwartet hat, wird von Effenberg in diesen Tagen eines Besseren belehrt. Zumindest vor der Partie ist der 34 Jahre alte Ex-Bayern-Kapitän, der trotz einer leichten Magen-Verstimmung nicht um seinen Einsatz bangt, um Harmonie bemüht. „Ich freue mich auf dieses Wiedersehen, schließlich hatte ich bei Bayern eine tolle Zeit.“

          „Risiko ihn abzugeben“

          Keine Frage, dass die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte für ihn „etwas besonderes“ ist - fast wie ein „Treffen alter Freunde“. Dass man ihm in München nachtrauert, ist für den ehemaligen Bayern- „Cheffe“ unzweifelhaft. „Viele haben gedacht, es geht auch ohne Effe weiter wie bisher. Plötzlich müssen sie sich damit auseinander setzen, dass es nicht so ist“, meint er selbstbewusst.

          Bestätigung erhielt Effenberg kürzlich sogar von Bayern-Präsident Franz Beckenbauer: „Stefan ist nach wie vor ein großer Fußballer, klar, dass es ein Risiko war, ihn abzugeben“, so der einstige Chef-Kritiker.

          Werbewert von 20 Millionen Euro

          Die Entscheidung, ob er länger als ein Jahr bei den „Wölfen“ bleibt, hat sich der in Hamburg-Bramfeld geborene Effenberg für das kommende Frühjahr aufgehoben.

          Für die Wolfsburger hat sich die Verpflichtung schon jetzt voll ausgezahlt. Dank Effenberg ist sind die Niedersachsen bundesweit so präsent wie noch nie. Seinen Werbewert für den Verein bezifferte VfL-Aufsichtsrat Bernd Sudholt gegenüber Sportbild sogar auf 20 Millionen Euro.

          Geringerer Druck

          Effenberg genießt seine Rolle als Aushängeschild und den verglichen mit München weitaus geringeren Druck: „Mit Bayern musst Du Meister werden, hier freuen sich die Leute schon über schöne Spiele.“ Bei den Heimspielen des VfL kamen die Fans bislang meist auf ihre Kosten - fünf Siege in sechs Spielen. Auf des Gegners Platz reichte es trotz Effenberg dagegen nur zu vier mageren Punkten. „Auswärts hat uns bis jetzt meist die Aggressivität gefehlt“, sagt der Wolfsburger Mittelfeldregisseur und mahnt: „Wenn wir unseren angepeilten fünften Platz erreichen wollen, müssen wir das abstellen.“

          In München dürfte das nicht leicht werden. Das weiß auch Effenberg. Für ihn sind die Bayern klarer Meisterschaftsfavorit und nach dem 2:1-Sieg am vergangenen Samstag gegen Verfolger Borussia Dortmund wiedererstarkt. „Es wird schwer, aber das macht es auch reizvoll.“ Für Freundlichkeiten wird mit Anpfiff der Partie erstmal Schluss sein.

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