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Fußball-Bundesliga : Ohne Kehl siegt Freiburg wieder

  • Aktualisiert am

Fingerzeig gegen die Abstiegsgefahr: Alexander Iaschwili Bild: dpa

Freiburg hat seine Negativserie beendet, Nürnberg dagegen beim 0:2 gegen den SCF die sechste Niederlage in Folge kassiert.

          2 Min.

          Der SC Freiburg hat das „Spiel 1“ nach Sebastian Kehl mit 2:0 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen und seine Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg beendet. Vor 24.600 Zuschauern im Dreisamstadion erzielte das Stürmerduo Florian Bruns (42.) und Alexander Iaschwili (49.) die Tore.

          Der abschlussschwache „Club“ steckt nach der sechsten Niederlage hintereinander weiter im Tabellenkeller fest. Der Ex-Leverkusener Paulo Rink vergab in der 69. Minute die Riesenchance zum Anschlusstreffer, als er einen Foulelfmeter über das Tor schoss.

          „Dass es so gut gelaufen ist, überrascht mich selbst ein bisschen“, sagte SC-Kapitän Richard Golz. „Aber immer wenn´s eng wird bei uns, stehen wir alle eng beisammen. Zum Ende war es verdient, aber vorher ein knappes Match.“ Der strahlende Torschütze Bruns meinte: „Ich hoffe, es läuft so weiter.“

          Abstiegskampf - Freiburg besiegt Nürnberg
          Abstiegskampf - Freiburg besiegt Nürnberg : Bild: dpa

          Freiburg ohne Sechs

          Routinier Lars Hermel nahm bei den Freiburgern die Position des nach Dortmund abgewanderten Nationalspielers Kehl ein. Trainer Volker Finke fehlten gleich sechs Stammspieler - darunter die für Mali beim Afrika-Cup spielenden Soumaila Coulibaly und Boubacar Diarra. Im Angriff durfte Bruns für den verletzten Adel Sellimi zu seinem siebten Bundesliga-Spiel auflaufen.

          Auch ohne den Gelb-gesperrten Frank Wiblishauser und den verletzten Kai Michalke hoffte Nürnbergs Coach Klaus Augenthaler „auf einen Neuanfang, damit wir möglichst schnell da unten raus kommen“.

          Nürnberg zu leichtsinnig vor dem Tor

          Nach einer guten Vorbereitung traten seine Spieler dann auch selbstbewusst und engagiert auf und hatten in der Anfangsphase die besseren Torchancen. Als SC-Torwart Golz ins Leere hechtete, hätte Anthony Sanneh beinahe zum Führungstreffer eingeköpft (3.).

          Golz hatte alle Hände voll zu tun gegen die frechen Gäste: Vor allem mit einem Schuss von David Jarolim (22.) hatte der Kapitän Mühe. Gleichzeitig wurde wieder die Abschlussschwäche der Franken auf fremden Plätzen (erst vier Tore) offensichtlich.

          Die Freiburger hatten zunächst sichtlich Mühe im Spielaufbau und kamen erst Ende der ersten Halbzeit in Tritt. Bruns vergab zunächst eine Riesenchance, als er allein vor Torwart Darius Kampa scheiterte (39.), dann aber schlug der 22-Jährige zu: Im zweiten Anlauf drosch er den Ball aus spitzem Winkel zu seinem zweiten Erstliga-Tor unter die Latte.

          Paulo Rink vergab einen Foulelfmeter

          Direkt nach Wiederanpfiff hätte Bruns auf 2:0 erhöhen müssen, schoss aber erneut Kampa an. Besser machte es dann sein georgischer Angriffspartner Iaschwili, der nach einer wunderschönen Kombination über Abder Ramdane, Lewan Zkitischwili und Bruns das 2:0 erzielte.

          Ein unnötiges Foul des unerfahrenen Benjamin Kruse an Jarolim führte zum Strafstoß für Nürnberg. Rink hatte jedoch nicht die Nerven, dieses Geschenk zu nutzen. Selbst Cacau (71.) und Tomasz Kos (75.) hatten noch die Chance, die Wende einzuleiten, doch die Gäste brachten den Ball einfach nicht im gegnerischen Tor unter.

          „Ich hätte den Ball reinmachen müssen“, ärgerte sich Rink. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut nach vorne gespielt, aber leider kein Tor erzielt.“

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