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Fußball-Bundesliga : Jetzt kommt die Hitze ins Spiel

  • Aktualisiert am

Auch für Roy Makaay gilt: trinken, trinken, trinken Bild: dpa/dpaweb

Viel Kampf, wenig Glanz - das erwarten die meisten Beteiligten angesichts der hohen Temperaturen am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga. Tenor: Nie war eine 1:0-Führung wertvoller.

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          Nach den Diskussionen über „Hitzefrei“ für Bundesliga-Profis und die Verlegung der bevorstehenden Partien auf den späten Abend kommt nun garantiert die Sonne ins Spiel: „Bei dieser mörderischen Hitze ist eine 1:0-Führung so wichtig wie noch nie“, sagt Peter Neururer, Trainer des VfL Bochum, vor dem zweiten Spieltag stellvertretend. „Denn keiner wird über 90 Minuten rasanten Fußball bieten können.“

          Jeder Laufweg zehrt an den Kräften der Spieler. Da kommt es den „Ligapokalsiegerbesiegern“ von Hannover 96 - entsprechende T-Shirts verkaufen sich nach dem 3:0 zum Auftakt beim Hamburger SV in der niedersächsischen Landeshauptstadt glänzend - gerade recht, daß das Spielfeld im Niedersachsenstadion wegen umfassender Umbaumaßnahmen um 580 Quadratmeter verkleinert werden mußte. So sollte es leichter fallen, beim Auftritt von Rekordmeister Bayern München die Räume im wahrsten Sinne des Wortes „eng zu machen.“

          Dortmund erwartet Zuschauerrekord

          Doch nicht nur deshalb warnt Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld vor den Norddeutschen: „Das 3:0 in Hamburg war kein Zufall, die Hannoveraner haben wirklich überzeugt.“ Das Spiel auf „Kleinfeld“ findet noch ohne den neuen Stürmer Roy Makaay statt, der wegen des Transfer-Hickhacks der Münchner mit Deportivo La Coruna erst bei einer Testbegegnung in der kommenden Woche in Nürnberg erstmals das Trikot des Titelverteidigers tragen soll.

          Ballspielen auf der Baustelle: Das Stadion in Hannover ist wegen des Umbaus für die WM 2006 kaum wiederzuerkennen

          Lediglich 22.500 Zuschauer werden Kahn und Co. live verfolgen können. Mehr als dreimal soviele Fans und einen neuen Vereinsrekord erwartet man dagegen bei Borussia Dortmund. Nachdem der Ausbau des Westfalenstadions weitere Fortschritte gemacht hat, passen nun 79.000 Besucher in die Arena. Gegen den VfL Wolfsburg rechnen die Dortmunder mit mindestens 70.000 Zuschauern.

          Diese dürfen sich laut BVB-Trainer Matthias Sammer angesichts der tropischen Temperaturen auf ein Kampfspiel einstellen, „bei dem schöner Fußball nur an zweiter Stelle steht.“ Seinen Einstand für die Dortmunder wird wohl der von Ajax Amsterdam verpflichtete norwegische Nationalspieler Andre Bergdölmo geben, der die Abwehr verstärken soll.

          Liberec, München, Pasching: Schalke im Reisestreß

          Auch dem 1. FC Kaiserslautern gelang - wie dem BVB - am ersten Spieltag kein Sieg. Auf den Tabellenletzten wartet nun der 1. FC Köln - nach dem Abzug von drei Punkten und der 0:1-Heimniederlage gegen München 1860 eine Partie, bei der schon mehr auf dem Spiel zu stehen scheint als nur drei Punkte. Für die Pfälzer geht es darum, nicht frühzeitig den Anschluß zu verlieren. Trainer Eric Gerets setzt daher gern auf die Erfahrung von Routinier Steffen Freund, der nach vier Jahren in die Bundesliga zurückgekehrt ist: „Er ist ein Musterprofi, der uns bei unserer Aufholjagd wertvolle Hilfe leisten kann.“

          Zum allgemeinen Klimastreß kommt bei Schalke 04 auch noch der Reisestreß hinzu. Die Gelsenkirchner reisten nach dem Erreichen der Endspiele im UI-Cup durch ein 0:0 bei Slovan Liberec direkt zur Partie bei München 1860. Am Sonntag geht es weiter nach Oberösterreich, wo man am Dienstag im ersten Finale beim SV Pasching antreten muß. Pasching hatte im Halbfinale überraschend Werder Bremen ausgeschaltet. Auch ohne sieben verletzte Stammkräfte setzt Trainer Jupp Heynckes sein Team unter Druck: „Gegen Dortmund haben wir zwei Punkte verloren, deshalb ist jetzt ein Sieg Pflicht.“

          Gleiches gilt für die beteiligten Mannschaften in den Partien der Auftaktverlierer zwischen dem VfL Bochum und dem Hamburger SV sowie zwischen dem SC Freiburg und Hansa Rostock. Wer hingegen den Vergleich den Startgewinner zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach für sich entscheidet, darf sich Hoffnungen auf die Tabellenführung machen.

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