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Fußball-Bundesliga : FC Bayern will nun doch an die Börse

  • Aktualisiert am

Wie groß wächst der FC Bayern noch? Bild: dpa

Der Börsengang der Bayern ist nicht mehr ausgeschlossen, beim neuen Sponsor gibt es eine Überraschung und der Namensgeber für das Stadion wird schon am 8. Februar verkündet.

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          Weltpokalsieger Bayern München hat zum Start ins Jahr 2002 eine Kehrtwende beim Thema Börsengang in Aussicht gestellt.

          „Wenn in drei oder vier Jahren das Börsenumfeld freundlicher ist, wenn unser neues Stadion fertig ist und wir damit neue wirtschaftliche Möglichkeiten erschlossen haben, schließe ich einen Börsengang nicht aus“, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß in einem Interview.

          Verlust der Unabhängigkeit

          Mit dieser Aussage vollzieht der umsatzstärkste Bundesligist einen erneuten Kurswechsel, nachdem der Verein in der jüngeren Vergangenheit Pläne für einen Börsengang stets verworfen hatte. Borussia Dortmund ist der bislang einzige Bundesligist, von dem Aktien an der Börse gehandelt werden.

          Kleine Kehrtwende zum Jahreswechsel:Uli Hoeneß

          Die Münchner fürchteten dagegen durch einen Börsengang einen Verlust ihrer Unabhängigkeit. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 14. Februar wird der FC Bayern die bereits eingeleitete Umwandlung seiner Profi- Abteilung in eine Aktiengesellschaft offiziell vollziehen.

          Opel-Nachfolger noch offen

          Rund zehn Prozent der Anteile wird der Sportartikelhersteller adidas für knapp 77 Millionen Euro übernehmen. Der Börsenwert des FC Bayern wird deshalb derzeit auf rund 770 Millionen Euro geschätzt. Als der Deal mit adidas im vergangenen September perfekt gemacht wurde, hatte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer einen Börsengang noch mindestens „in den nächsten fünf Jahren“ ausgeschlossen. Der gemeinsame Stadion-Neubau mit dem TSV 1860 München soll bis 2005 abgeschlossen sein.

          Bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor kündigte Hoeneß eine Überraschungen an. Alle bisher in den Medien als Nachfolger des Automobilherstellers Opel gehandelten Namen seien falsch, sagte der Manager. „Zwei bis drei“ Unternehmen habe er als mögliche Partner im Auge.

          Allianz Favorit auf Stadion-Namen

          Hingegen verdichten sich in der Frage des Namens-Sponsors für das künftige Münchner Fußball-Stadion die Hinweise auf den Versicherungskonzern Allianz. Hoeneß bestätigte, dass das Unternehmen einer von mehreren Kandidaten sei. Der Namensgeber für die Arena soll am 8. Februar bekannt gegeben werden, wenn auch die Entscheidung über die beiden Entwürfe für das Stadion gefallen ist, so Hoeneß weiter.

          Die Allianz wird in Unternehmenskreisen als Favorit für den Erwerb der Namensrechte gehandelt. Nach Medienberichten sollen sich der FC Bayern und der TSV 1860 München mit dem Unternehmen bereits auf eine Summe von insgesamt 180 Millionen Mark für einen 15-Jahres-Vertrag plus fünfjähriger Option geeinigt haben.

          Kein "Zeitdruck" für Hoeneß

          Als Trikot-Sponsor für den FC Bayern schloss Hoeneß die Allianz hingegen aus. Nachdem in der Vorwoche bekannt geworden war, dass der 2003 auslaufende Vertrag zwischen dem Weltpokalsieger und Opel nicht mehr verlängert wird, war der deutsche Rekordmeister in Medienberichten mit mehreren Unternehmen in Verbindung gebracht worden. Neben der Allianz waren die Deutsche Post AG, BMW, Siemens und Coca Cola gehandelt worden.

          Hoeneß hat eigenen Angaben allerdings andere Kandidaten im Visier. „Wir fühlen uns nicht unter Zeitdruck“, sagte der Manager. Der Vertrag mit Opel laufe noch. Nur wenn es den Bayern gelänge, den richtigen Partner zu finden, der in der Lage sei, kurzfristig einzusteigen, so Hoeneß, würde es schon in diesem Jahr zu einem Wechsel kommen.

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