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Fußball-Bundesliga : Dank Dorn auf dem Weg nach vorn

  • Aktualisiert am

Siegertyp: Regis Dorn Bild: dpa

          2 Min.

          Regis Dorn hat den SC Freiburg endgültig auf Uefa-Cup-Kurs gebracht. Durch zwei Treffer des Franzosen in der 50. und 90. Minute siegte das Team von Trainer Volker Finke bei Aufsteiger Energie Cottbus mit 2:0 (0:0) und blieb im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen.

          Die Lausitzer hingegen müssen nach der fünften Heimpleite weiter um den Klassenerhalt bangen. Den möglichen Punkt für die Gastgeber verschenkte Laurent-Aurelian Reghecampf, der in der 67. Minute mit einem Foulelfmeter an Torwart Richard Golz scheiterte.

          Vor 12.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft war Cottbus das spielbestimmende und kämpferisch stärkere Team der ersten Halbzeit. Im zentralen Mittelfeld zog Regisseur Vasile Miriuta geschickt die Fäden, diktierte das Tempo und entschied das Duell mit seinem Freiburger Gegenpart Wladimir But klar für sich. Auch über die Außenbahnen kamen die Hausherren durch Reghecampf und Andrej Kobylanski gegen die stärkeste Abwehr der Liga oftmals gefährlich vor das Tor von Golz.

          Cottbus vergab viele Chancen

          Der Aufsteiger machte seinem Ruf als Meister im Chancenvergeben dabei erneut alle Ehre. Die Stürmer Antun Labak und Sebastian Helbig, nach seiner Verletzung erstmals wieder dabei, vergaben jeweils zwei hochkarätige Möglichkeiten. Ronny Thielemann, Reghecampf und Kobylanski taten es ihnen aus ebenfalls aussichtsreicher Position gleich.

          Die Jungstars aus Freiburg agierten dagegen zunächst zaghaft. Nur selten blitzte ihr berühmt-berüchtigtes Kurzpass-Spiel auf. Über die Außenpositionen kam zuwenig Druck, allein Soumaila Coulibaly konnte im zentralen Mittelfeld für etwas Schwung sorgen. Die erste und einzige ernstzunehmende Möglichkeit vergab im ersten Spielabschnitt Adel Sellimi, als er nach zwei Minuten den Ball aus zehn Metern am Tor vorbeischob.

          Finke wechselte den Sieger ein

          In der Halbzeit bewies Trainer Finke dann ein goldenes Händchen, als er in Dorn den Torschützen brachte. Der 21-jährige Franzose dankte es ihm, indem er einen schnell ausgeführten Freistoß von But, bei dem die Cottbuser Abwehr überhaupt nicht reagierte, eiskalt verwandelte. In der Folge verlegten sich die Freiburger auf ihre gefährlichen Konter, während die Hausherren meist ohne Konzept wütend auf das Gästetor zurannten. Dorn setzte dann bei einem Konter den Schlusspunkt.

          Auf Seiten der Cottbuser zeigten Regisseur Miriuta sowie der Pole Kobylanski eine überdurchschnittliche Leistung. Freiburg hatte in Mittelfeldspieler Coulibaly und Abwehrchef Sebastian Kehl, der in der zweiten Halbzeit für mehr Druck sorgte, die besten Akteure. Allerdings fehlt Oumar Konde den Freiburgern im nächsten Spiel wegen seiner fünften Gelben Karte.

          Energie Cottbus - SC Freiburg 0:2 (0:0)

          Energie Cottbus: Piplica - Vata - Beeck, Hujdurovic - Reghecampf, Thielemann, Akrapovic (75. Latoundji), Kobylanski (75. Ilie) - Miriuta - Helbig, Labak (59. Franklin)

          SC Freiburg: Golz - Konde (68. Müller), Diarra - Kehl - Zkitischwili, Zeyer, Coulibaly, But (85. Ramdane), Kobiaschwili - Sellimi (46. Dorn), Weißhaupt

          Schiedsrichter: Sippel (München).

          Zuschauer: 12.000.

          Tore: 0:1 Dorn (50.), 0:2 Dorn (90.).

          Besonderheit: Golz pariert Foulelfmeter von Reghecampf (67.).

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