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Fußball : Ärzte machen Markus Babbel Mut

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Aus dem Rollstuhl zurück auf den Rasen: Markus Babbel plant sein Comeback Bild: dpa

Der am Guillan-Barr-Syndrom erkrankte Markus Babbel muss offenbar nicht um die Fortsetzung seiner Karriere als Fußball-Profi bangen.

          2 Min.

          Noch sitzt Markus Babbel im Rollstuhl, denn Gehen kann der Ex-Nationalspieler nur einige wenige Schritte. Dabei muss er auch noch gestützt werden. Doch der negative Höhepunkt des seltenen Guillain-Barre-Syndroms, an dem der 29-jährige Fußball-Profi des FC Liverpool erkrankt ist, scheint überschritten.

          Seine Ärzte sind optimistisch, dass der ehemalige Spieler des FC Bayern München seine Karriere fortsetzen kann. „Ich gehe davon aus, dass er wieder spielen kann. Die Frage ist nur, wann“, erklärte am Mittwoch Roman Haberl, Chefarzt der neurologischen Abteilung des Krankenhauses Harlaching.

          Rückkehr auf den Fußballplatz vorerst kein Thema

          Babbel selbst schob die Gedanken an eine erhoffte Rückkehr auf den Fußballplatz noch weit von sich. „Das ist das geringste Problem. Das erste Ziel ist es, wieder ganz gesund zu werden“, sagte er. Nach dem Erfolg mit Liverpool im Supercup-Finale gegen den FC Bayern im August in Monte Carlo war er zunächst am Pfeiffer´schen Drüsenfieber erkrankt. Die Krankheit war bis zum November geheilt.

          „Dann bemerkte ich ein kribbelndes, unangenehmes Gefühl in den Zehenspitzen, das nach einer Woche immer schlimmer wurde und sich ausbreitete“, erzählte Babbel. Darüber hinaus hatte er bald mit einem extremen Kraftverlust zu kämpfen. „Beim Treppensteigen hatte ich große Probleme.“

          Auf Empfehlung seines Mannschaftskollegen Dietmar Hamann unterzog er sich einer eingehenden Untersuchung in Harlaching.

          „Alles ist fürchterlich anstrengend"

          Die seltene Erkrankung verschlimmerte sich jedoch weiter. In der vergangenen Woche war sogar die linke Gesichtshälfte gelähmt. Der zweifache Familienvater konnte das Augenlid nicht mehr schließen. „Zum Glück war die Atemmuskulatur nicht beeinträchtigt“, bemerkte Haberl: „Sein Zustand wird sich nicht mehr verschlechtern.“ Von Tag zu Tag gehe es besser, verbreitete Babbel, der mit einer Psychologin zusammen arbeitet, Zuversicht.

          „Alles, was ich mache, ist fürchterlich anstrengend“, gab er aber auch zu. Kalt und warm könne er noch nicht unterscheiden. Die Beine seien noch bis zu den Knien taub. „Ich bin natürlich frustriert. Erst das Pfeiffer´sche Drüsenfieber - und dann das“, schilderte Babbel.

          Aber als Fußballer habe er gelernt, Rückschläge wegzustecken, so der Europameister von 1996. Von seinem Verein habe er Rückendeckung erhalten und könne sich mit der Genesung so viel Zeit wie notwendig lassen.

          Weihnachten bei der Familie

          Betroffenheit hat die Erkrankung Babbels auch bei seinen ehemaligen Mitspielern vom FC Bayern München ausgelöst. Jens Jeremies, Michael Tarnat und Mehmet Scholl hätten ihn schon besucht, auch Manager Uli Hoeneß habe versucht, ihn zu erreichen. „Es ist schön, wenn man merkt, dass der alte Club auch am Menschen und nicht nur am Fußballer Babbel interessiert ist“, freute er sich über so viel Zuspruch.

          Wie schnell der Heilungsverlauf vorankommt, wissen weder Babbel noch seine Ärzte. Sicher für den Patienten war knapp zwei Wochen vor Heiligabend aber eins: „Weihnachten werde ich auf alle Fälle daheim bei meiner Familie feiern.“

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