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Funsport : Einfach extrem - die besten Funsportler der Welt

  • -Aktualisiert am
Schön und sehr erfolgreich: die Moreno Sisters
          2 Min.

          Ein roter Teppich vor der Messehalle des Münchner Messegeländes, rote Kordeln an Goldenen Stangen zur Absperrung, alles war bereit für den großen Auftritt der besten Fun- und Extremsportler der Welt. Ein paar Teenager hatten für 50 Mark Fankarten erworben und wurden schon in allen Tonlagen aufs Jubeln eingestimmt, teilweise vom Veranstalter Joseph Schöniger höchstpersönlich.

          Es dauerte eine Weile, bis die Stars in den Limousinen an den roten Teppich vorfuhren. So lange erzählte der Moderator am DJ-Pult x-mal, wer alles geehrt wird, und dass die „Limos“ mit den ganzen Stars gleich kommen werden. Als sie dann endlich kamen, kreisten die Wagen erst kurz um die Halle, bis sie am roten Teppich anhielten und sich die Sportler zeigten.

          Die Moreno Sisters im Partnerlook

          Das erste Highlight war die Ankunft der Surfsisters Iballa und Daida Ruano Moreno, im schwarzen Partnerlook-Dress. Für sie wurde der Marsch über den Teppich etwas länger als für ihre Vorgänger, Interview- und Fotowünsche kamen von allen Seiten.

          Meister in der Welle: Brian Talma aus Barbados
          Meister in der Welle: Brian Talma aus Barbados : Bild: Nea Awards

          Als dann auch noch die Kultfiguren Kelly Slater und Robbie Naish aus dem folgenden Auto stiegen, lag der Verkehr lahm. Die „Limo“-Schlange wurde länger, die anderen Sportler in der Warteschleife geparkt.

          And the Nea goes to

          Drinnen war eine bunte Mischung aus gut gekleideten Besuchern und lässig angezogenen Spitzensportlern zu sehen. Die von den Veranstaltern angekündigten schicken Anzüge blieben bei den Sportlern weitgehend aus. Wie im letzten Jahr, aber es störte wohl kaum einen.

          Die meisten Preisträger kamen aus den USA, was nicht sonderlich erstaunt, wenn man bedenkt, dass die Vereinigten Staaten die Wiege der meisten Funsportarten sind. Erwartungsgemäß gewannen die bekanntesten Wassersportler aus den USA, Robby Naish in der Kategorie Kitesurfen und Kelly Slater im Wellenreiten.

          BMX, Skateboard und Wakeboard für Deutschland

          Für die Deutschen gab es dreimal Grund zur Freude. Nicht überraschend kam der Award für Sabine Schmitt, der momentan weltbesten Wakeboarderin. Aber für Jürgen Horvath und Benjamin Korthaus war die ispo ein gutes Pflaster. Der Skateboardfahrer Horvath wurde beim Halfpipe Contest der ispo games guter Dritter und bekam am selben Abend den Preis für den besten Newcomer.

          Auch Benjamin Korthaus hatte beim European King of Dirt überzeugt. Er entschied diesen BMX-Wettbewerb der ispo games für sich und heimste dann ebenfalls den Preis für den besten Newcomer in seiner Sportart ein.

          Spezialpreise für besondere Verdienste

          Gewinner des Lifetime Achievement Awards wurde Tony Hawk aus den USA, der durch seine herausragende Leistungen im Skateboarding eine lebende Legende ist. Diesen Preis gewann im vergangenen Jahr Wasserallrounder Robbie Naish. Tony Hawk konnte den Preis jedoch nicht persönlich entgegennehmen, weil seine Frau kurz vor der Entbindung steht und er bei ihr bleiben wollte.

          Der Special Achievement Award ging an Carey Hart, der es als erster Moto Cross Fahrer geschafft hat, einen Rückwärtssalto mit einem Motorrad zu landen.

          „Die Zukunft ist Crossover“

          Die Sportler freuen sich über diese Preisverleihung, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand, „weil es jetzt auch in Europa so einen Award gibt“. Windsurfer Brian Talma aus Barbados findet darüber hinaus so eine Zusammenkunft von Sportlern aus verschiedenen Bereichen sehr wichtig: „Das hilft, Barrieren abzubauen und verschiedene Subkulturen näher zusammenzubringen.“ Denn scheinbar existieren auch unter Funsportlern der einzelnen Disziplinen gewisse Klischees.

          Und Robbie Naish sieht es eher pragmatisch: „Es gibt Preise für alles mögliche, jetzt gibt es eben auch einen für uns Funsportler, ich finde das cool“. Bei beiden geht der Trend aber in Richtung Waterman Wettkämpfe bzw. Sessions, bei denen die Sportler nicht nur ihre Sportart ausüben, sondern Wassersportler aus vielen Disziplinen zusammenkommen und sich in allen Disziplinen messen, Surfen, Windsurfen, Kitesurfen, Wakeboarden und so weiter zu messen. „Die Zukunft ist crossover“, findet Talma.

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