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Wawrinka gegen Federer : Die Rückkehr aus einem riesigen schwarzen Loch

  • -Aktualisiert am

Stan Wawrinka bejubelt seinen Sieg gegen Stefanos Tsitsipas bei den French Open. Bild: AFP

Stan Wawrinka hat eine ziemlich schwere Zeit hinter sich. Vor allem einer verhalf ihm bei der bemerkenswerten Tennis-Renaissance. Bei den French Open kommt es nun für den Schweizer zu einem besonderen Duell.

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          In letzter Zeit waren Samuel Becketts weise Worte fast in Vergessenheit geraten. Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. In großen, geschwungenen Buchstaben trägt Stan Wawrinka die Botschaft des irischen Dichters und Dramatikers auf seinem linken Unterarm, und als er vor fünf Jahren in Melbourne seinen ersten großen Titel gewann, da tauchte dieses Tattoo in vielen Tennisgeschichten auf. Wawrinka sah darin die perfekte Beschreibung seiner Karriere, die nicht so schnell und schwerelos in Schwung gekommen war wie die des Landsmannes Roger Federer; die Beschreibung von Enttäuschungen, Rückschlägen und Schmerzen auf einem Weg ohne die allerkleinste Garantie auf ein Happy End.

          Doch nach einem bemerkenswerten Nachmittag in Paris, an dem das Herz des Tennis so wild pochte wie der Puls der Akteure, war es ausgerechnet sein Gegner, der die berühmten Worte wieder ins Spiel brachte. Stefanos Tsitsipas zitierte sie und unterschrieb mit den Worten: inspiriert von Wawrinka. Nach fünf Stunden und neun Minuten und einer Niederlage in fünf phantastischen Sätzen war der junge Grieche zuerst am Boden zerstört; die Sonne eines heißen Tages hatte deutliche Spuren in seinem Gesicht hinterlassen, und er hatte zum ersten Mal seit langer Zeit nach einer Niederlage geweint. Aber er hat das beste Beispiel vor Augen, wohin Niederlagen führen können, die wie Höllenfeuer brennen. Das Beispiel von Wawrinka, der immer wieder schwere Rückschläge eingesteckt hatte, ehe er große Titel gewann und der vor nicht allzu langer Zeit noch befürchtet hatte, eine weitere Chance werde es für ihn vielleicht nicht mehr geben.

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