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Vondrousova gegen Barty : Unerwartete Finalpaarung bei den French Open

  • Aktualisiert am

Als Teenager völlig überraschend im Finale: Marketa Vondrousova Bild: EPA

Ashleigh Barty entzaubert in einem kuriosen Match das Tennis-Wunderkind Amanda Anisimova. Auch Marketa Vondrousova setzt sich nach Rückstand durch. Im Mixed gewinnen dagegen die Favoriten den Titel.

          Ashleigh Barty aus Australien und Marketa Vondrousova aus Tschechien stehen bei den French Open am Samstag (15.00 Uhr/Eurosport) einigermaßen überraschend im Finale des Damen-Einzels. Die Weltranglistenachte Barty entzauberte in einem kuriosen Match das Tennis-Wunderkind Amanda Anisimova mit 6:7 (4:7) 6:3, 6:3 und beendete damit die sensationelle Siegesserie der Amerikanerin.

          Die ungesetzte Vondrousova, nur die Nummer 38 im WTA-Ranking, besiegte die Britin Johanna Konta mit 7:5, 7:6 (7:2). Die 19 Jahre alte Tschechin erreichte als erster Teenager seit Ana Ivanovic vor zwölf Jahren das Endspiel von Roland Garros. Vondrousova und Barty standen zuvor noch nie bei einem der vier großen Turniere im Finale. Die beiden bisherigen Vergleiche zwischen ihnen hat Barty gewonnen: 2018 in Cincinnati auf Hartplatz und 2017 in Birmingham auf Rasen. Auf Sand haben sie noch nie gegeneinander gespielt.

          Das Match zwischen Barty und Anisimova, die im Viertelfinale Titelverteidigerin Simona Halep (Rumänien) düpiert hatte, nahm zahlreiche unerwartete Wendungen. Barty hatte im ersten Satz bereits 5:0, 40:15 in Führung gelegen, dann aber die nächsten sechs Spiele und schließlich den erste Satz im Tiebreak verloren. Im zweiten Durchgang lag sie dann schnell 0:3 zurück, und als keiner mehr mit ihr rechnete, drehte sie das Match ihrerseits und gewann die folgenden sechs Spiele und den Satz. Am Ende brachte nach 1:53 Stunden der sechste Matchball die Entscheidung zu ihren Gunsten.

          Auch das zweite Halbfinale war gekennzeichnet von einer unerwarteten Wendung. „Es war ein sehr schweres Match heute, ich bin froh, dass ich nicht nervös geworden bin. Ich bin total happy“, sagte Vondrousova. Im ersten Durchgang wehrte die Nummer 38 der Weltrangliste beim Stand von 3:5 aus ihrer Sicht drei Satzbälle ab, um doch noch den Satz zu gewinnen. Nach 1:45 Stunden beendete die Tschechin mit einem Stopp beim ersten Matchball die Partie.

          Barty war die einzige Top-Ten-Spielerin im Halbfinale, nachdem Naomi Osaka (Japan/1.), Karolina Pliskova (Tschechien/2.), Simona Halep (Rumänien/3.), Kiki Bertens (Niederlande/4.), Angelique Kerber (Kiel/5.), Petra Kvitova (Tschechien/6.), Sloane Stephens (Vereinigte Staaten/7.), Jelina Switolina (Ukraine/9.) und Serena Williams (Vereinigte Staaten/10.) schon vorher gescheitert waren.

          Mixed-Sieg für Titelverteidiger

          Die Taiwanesin Chan Latisha und der Kroate Ivan Dodig haben unterdessen ihren Mixed-Titel erfolgreich verteidigt. Das Duo setzte sich in der Neuauflage des Vorjahresfinals gegen die an Position zwei gesetzten Gabriela Dabrowski (Kanada) und Mate Pavic (Kroatien) 6:1, 7:6 (7:5) durch. Im Achtelfinale hatten Chan/Dodig gegen die deutsche Fed-Cup-Spielerin Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) und ihren Partner Robert Farah (Kolumbien) gewonnen.

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