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Sieg nach Schläger-Tausch : Zverev erstmals im Halbfinale der French Open

Erstmals im Halbfinale der French Open: Alexander Zverev Bild: AFP

Alexander Zverev beginnt in seinem Viertelfinale bei den French Open schwach. Dann wechselt er den Schläger und es geht plötzlich schnell. Der Deutsche steht im Halbfinale – aber er will noch mehr.

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          Wenn im Tennis nach dem letzten Ballwechsel eines Satzes beide Spieler kopfschüttelnd zur eigenen Bank schlurfen, spricht das nicht gerade für das Niveau des Matches. So war es auch beim Viertelfinale der French Open zwischen Alexander Zverev und dem Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Spielerisch waren beide vor allem im ersten Durchgang weit unter den eigenen Möglichkeiten geblieben.

          Pirmin Clossé
          Sportredakteur.

          Weil Zverev danach jedoch rasant besser wurde, sein Gegner aber nicht, war die Partie nur wenig später beendet. Zverev gewann 6:4, 6:1, 6:1 und zog damit zum ersten Mal in seiner Karriere ins Halbfinale der French Open ein.

          „Ich habe am Anfang nicht gut gespielt“, sagte Zverev unmittelbar nach dem Match. Beim TV-Sender Eurosport erklärte er wenig später auch warum. Sein Schläger sei zu hart bespannt gewesen, was ihm „extreme Probleme“ bereitet habe. „Ich hatte keine Kontrolle, keinen Spin“, erklärte er. Als er dann nach Satz eins weichere Rackets gereicht bekam, ging plötzlich alles leichter. „Dann habe ich ihm keine Chance gelassen“, sagte Zverev.

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          Sein Weg in Paris soll nun noch nicht beendet sein: „Es ist schön im Halbfinale zu stehen, aber das reicht mir noch nicht.“ Er wolle jetzt „noch keine Freudensprünge machen“, sagte er. Sein nächster Gegner ist nun der Grieche Stefanos Tsitsipas, der im zweiten Viertelfinale des Tages den Russen Daniil Medwedew erstaunlich deutlich mit 6:3, 7:6, 7:5 bezwang.

          Davidovich Fokina gehört zu den unorthodoxesten Spielern auf der Profitour. Zverev bezeichnete ihn vor dem Match als „verrückt“, was ausschließlich anerkennend gemeint war. Ein Vertreter der klassischen spanischen Sandplatzwühler-Schule ist Davidovich Fokina jedenfalls nicht. Der Sohn eines Schweden und einer Russin spielt gerne ungewöhnlich. Durchaus mit Stolz erzählte er einst von einem Jugendmatch, in dem er offiziell gezählte 90 Stopps gespielt hatte.

          Doch diesmal bekam der 21-Jährige gar nicht die Gelegenheit dazu. Zu schnell war das Match nach rund eineinhalb Stunden beendet. Davidovich Fokinas Fehlerquote war von Beginn an derart hoch, dass Zverev den ersten Satz gewann, obwohl er selbst alles andere als gut gespielt hatte. Als sich der Deutsche dann zu steigern begann, war das Ungleichgewicht im Match endgültig erdrückend.

          Für den Gewinn der Sätze zwei und drei benötigte Zverev gerade noch 50 Minuten. Schon bei den US Open im vergangenen Jahr hatte es das Duell gegeben. Damals hatte Zverev seinem Gegner nur fünf Spielgewinne gestattet. Diesmal waren es sechs.

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