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Rückzug von French Open : Respekt für Naomi Osaka!

Naomi Osaka wird sich auf unbestimmte Zeit aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Bild: dpa

Bei ihrem Rückzug von den French Open beweist Naomi Osaka Größe. Auch im Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit ist der Tennis-Star ein Vorbild. Ihre Offenheit wird nachwirken.

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          Das Eingestehen der eigenen Verletzlichkeit ist im Sport noch immer ein heikles Thema. Zumal in einer Sportart, die so sehr vom direkten Duell Mann gegen Mann beziehungsweise Frau gegen Frau geprägt ist, wie das Tennis. Ein Zeichen der Schwäche ist hier stets auch ein möglicher Angriffspunkt für Gegner oder Gegnerin. Schließlich ist Tennis ein Spiel, das – je nachdem, wen man fragt – zu 60, 80 oder sogar 90 Prozent im Kopf entschieden wird. Mentale Stabilität ist ein entscheidendes Erfolgskriterium.

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          Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass Naomi Osaka, als sie am späten Montagabend ihren Rückzug von den French Open bekanntgab, auch einen tiefen Einblick in ihre Psyche gab. Seit 2018 leide sie unter regelmäßigen Phasen der Depression, schrieb die Japanerin in einem längeren Beitrag in den sozialen Netzwerken. Sie legte dar, was passieren kann, wenn ein eigentlich schüchternes Mädchen plötzlich zum globalen Aushängeschild ihres Sports wird. Osaka lieferte damit die Erklärung nach für ihr Verhalten der vergangenen Tage.

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