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Nach Presse-Boykott : Warum Osaka bei den French Open der Ausschluss droht

Die Frau mit der Maske: Naomi Osaka nach ihrer Erstrundenpartie in Paris Bild: EPA

Naomi Osaka will mit ihrem Medien-Boykott bei den French Open ein Zeichen setzen. Doch die Grand-Slam-Turniere drohen mit scharfen Sanktionen. Selbst aus den Reihen der Spieler gibt es Kritik.

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          Das Lachen war nur aufgemalt. Als Naomi Osaka am Sonntag zum ersten Interview nach ihrem Erstrundenmatch bei den French Open trat, trug sie wieder eine Maske. Die Pandemie ist eben noch nicht vorbei, auch nicht in Paris, auch nicht beim Grand-Slam-Turnier. Während der US Open im September hatte Osaka bei ihren sieben Spielen auf dem Weg zum Titel nacheinander die Namen von sieben Opfern von Polizeigewalt in den USA auf ihrem Mund-Nasen-Schutz präsentiert. Diesmal zierte ihn das breite Grinsen einer gruseligen Comicgestalt.

          Pirmin Clossé
          Sportredakteur.

          Das Gespräch unmittelbar nach Osakas Zweisatzsieg gegen die Rumänin Patricia Maria Tig war relativ belanglos. Vier Fragen, vier Antworten. Ziemlich genau 100 Sekunden insgesamt. Mit Frankreichs früherem Tennis-Helden Fabrice Santoro plauderte die Japanerin im traditionellen On-Court-Interview ein wenig über den französischen Muttertag, den umgebauten Center Court auf der Anlage Roland Garros, ihre Aussichten für das Turnier und ihr Verhältnis zum Ascheplatz. Als „work in progress“, also als „in Arbeit“, bezeichnete sie ihr Spiel auf dem bislang eher ungeliebten roten Sand.

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