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French Open : Das Tennis-Märchen des Maximilian Marterer

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Maximilian Marterer ist die deutsche Überraschung in Paris. Bild: EPA

Maximilian Marterer steht zum ersten Mal in seiner Tennis-Karriere unter den letzten 16 bei einem Grand-Slam-Turnier. Als Belohnung darf sich der Nürnberger in jedem Fall auf ein besonderes Match freuen.

          Maximilian Marterer hat seine Chance genutzt und sich bei den French Open erstmals für das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers qualifiziert. Der 22 Jahre alte Tennisprofi aus Nürnberg schaltete am Samstag in der dritten Runde Außenseiter Jürgen Zopp aus Estland aus, der als Lucky Loser nach verpasster Qualifikation nachträglich ins Hauptfeld gekommen war. Nach dem 6:2, 6:1, 6:4 gegen Zopp trifft Marterer in Paris am Montag auf Rekordsieger und Titelverteidiger Rafael Nadal aus Spanien, der den französischen Lokalmatadoren Richard Gasquet 6:3, 6:2, 6:2 besiegte. „Ich hab’ ein echt gutes Match gemacht. Das ist jetzt schon ein unglaubliches Turnier für mich“, sagte Marterer bei Eurosport. „Gegen Rafa zu spielen, war schon immer ein großer Traum für mich.“

          Marterer brauchte zwei Tage nach seinem überraschenden Erfolg über den kanadischen Aufsteiger Denis Shapovalov nur eine Stunde für die 2:0-Satzführung. Der Weltranglisten-70. machte viel weniger Fehler als der ebenfalls druckvoll spielende Zopp, der schon einmal die Nummer 71 der Welt war, jetzt aber nur noch an Position 136 geführt wird. Zopp spielte im dritten Satz besser, half beim entscheidenden Break zum 4:3 für Marterer aber abermals kräftig mit. Nach 1:39 Stunden nutzte der von Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann betreute Linkshänder gleich seinen ersten Matchball.

          Alexander Zverev trifft im Achtelfinale am Sonntag auf den Russen Karen Chatschanow. Die Nummer 38 der Tennis-Welt gewann das am Samstag fortgesetzte Drittrunden-Spiel gegen den Franzosen Lucas Pouille 6:3, 7:5, 6:3. Die Partie war am Freitagabend wegen Regens beim Stand von 1:1 im dritten Satz abgebrochen und vertagt worden. Gegen den 22 Jahre alten Chatschanow hat Zverev bisher einmal gespielt, 2016 gewann der Weltranglisten-Dritte beim Hallenturnier in St. Petersburg. Zverev hatte am Freitag mit seinem Fünf-Satz-Sieg gegen Damir Dzumhur aus Bosnien-Herzegowina erstmals in Paris die Runde der letzten 16 erreicht. Für Chatschanow ist es schon das zweite Achtelfinale bei den French Open nach dem vergangenen Jahr.

          Mischa Zverev hat es derweil nicht geschafft, wie sein Bruder Alexander ins Achtelfinale einzuziehen. Der 30 Jahre alte Hamburger verlor in der dritten Runde 1:6, 7:6 (7:3), 3:6, 6:7 (4:7) gegen Kevin Anderson. Der US-Open-Finalist aus Südafrika ist in Paris an Nummer sechs gesetzt. Bei einem Sieg wären Alexander und Mischa Zverev erst das dritte Bruderpaar in der Geschichte des Profitennis gewesen, das bei einem Grand-Slam-Turnier im Achtelfinale steht. Gegen Anderson hielt Zverev erst ab dem zweiten Satz mit und drehte dort im Tiebreak einen 0:3-Rückstand mit sieben Punkten in Serie. Nach 2:47 Stunden stand das Aus jedoch fest.

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