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French Open : Safarova zerstört Ivanovics Traum vom Finale

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Da kann sie noch so viel hadern: Ana Ivanovic verliert ihr Halbfinale Bild: Reuters

2008 gewann Ana Ivanovic die French Open. Dieser Triumph wird sich in diesem Jahr zumindest nicht wiederholen. Trotz der Unterstützung von Bastian Schweinsteiger verliert sie ihr Halbfinale gegen Lucie Safarova – die im Endspiel nun auf Serena Williams trifft.

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          Der Traum vom zweiten Paris-Finale nach sieben Jahren hat sich für Ana Ivanovic nicht erfüllt. Die Serbin verlor am Donnerstag in Paris gegen die Tschechin Lucie Safarova mit 5:7, 5:7 und schied im Halbfinale aus. Safarova steht damit erstmals in ihrer Tennis-Karriere bei einem der vier Grand-Slam-Turniere im Endspiel. Ivanovic verpasste dagegen die erste Endspiel-Teilnahme bei einem Major seit ihrem Paris-Triumph 2008. Safarova trifft im Finale am Samstag auf die amerikanischen Weltranglisten-Erste Serena Williams, die Timea Bacsinszky aus der Schweiz mit 4:6, 6:3, 6:0 schlug und nach ihrem dritten Titel greift.

          Williams erlebte auf dem Court Philippe Chatrier wieder einmal eines ihrer berühmten Dramen. Die 33 Jahre alte Amerikanerin plagt sich seit Beginn des zweiten Grand-Slam-Turniers der Tennis-Saison mit einer Erkältung herum. Gegen Bacsinszky hatte es vor allem in den ersten beiden Sätzen den Anschein, als stünde die Amerikanerin kurz vor der Aufgabe. Williams bewegte sich bei erstmals während dieses Turniers sommerlichen Temperaturen nur schleppend über den Platz. In den Pausen legte sie sich immer wieder ein mit Eisbeuteln gefülltes Handtuch ins Gesicht.

          Größte Energie in den schwächsten Momenten

          Bacsinszky zeigte sich davon zunächst unbeeindruckt. Die Eidgenössin, die ihre Karriere vor ein paar Jahren bereits beendet hatte und unter dem Druck ihres Vaters fast zerbrochen war, knüpfte nahtlos an ihre starken Leistungen in den Runden zuvor an. Mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit setzte sie die Nummer eins der Welt unter Druck und sicherte sich nach 42 Minuten den ersten Durchgang. Auch im zweiten Abschnitt ging die Nummer 24 der Welt mit einem Break in Führung, beim Stand von 3:2 lag die Sensation in der Luft. Doch dann feierte Williams wieder einmal eine ihrer wundersamen Auferstehungen. In den Momenten, in denen es der Amerikanerin offenbar am schlechtesten geht, entwickelt sie die größte Energie.

          „Ich weiß auch nicht, woher ich die Energie genommen habe“, sagte Williams nach der Partie, ehe sie das Interview auf dem Platz wegen eines heftigen Hustenanfalls abbrach. Williams schaffte im zweiten Satz prompt das Re-Break und nahm der Schweizerin kurz danach ein weiteres Mal das Service zum späteren Satzausgleich ab. Der Widerstand von Bacsinszky war damit gebrochen. Williams gelang zum Auftakt des entscheidenden Abschnitts gleich wieder ein Break, danach war der Weg frei.

          Auf der Tribüne feuerte Bastian Schweinsteiger die Serbin vergeblich an Bilderstrecke

          Zuvor war der Traum von Ana Ivanovic vom zweiten Paris-Finale nach sieben Jahren jäh geplatzt. Gegen Safarova konnte sie trotz aller Unterstützung von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger nicht an ihre zuvor starken Leistungen in Paris anknüpfen. „Mir ist am Ende einfach die Kraft ausgegangen. Und sie hat wirklich unglaublich gut gespielt“, sagte Ivanovic. Die Tschechin, die in der dritten Runde Sabine Lisicki besiegt hatte, konnte ihr Glück dagegen kaum fassen.

          „Ein Traum wird wahr für mich“, sagte Safarova nach dem größten Erfolg ihrer Karriere überwältigt. „Ich kann es noch gar nicht glauben, was ich geschafft habe.“ Nachdem die Fed-Cup-Siegerin von 2014 nach 1:52 Stunden ihren dritten Matchball verwandelt hatte, ließ sie sich glücklich auf den Rücken fallen, ehe sie Kusshände an das Pariser Publikum verteilte. „Ich kann es gar nicht fassen“, sagte die Tschechin, die gemeinsam mit der Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands auch noch im Doppel vertreten ist und in Paris damit sogar noch das Double schaffen kann.

          Bei den Herren stehen an diesem Freitag die Halbfinals an. Zunächst trifft Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga ab 13.00 Uhr auf den Schweizer Stan Wawrinka. Dann stehen sich der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und Andy Murray gegenüber.

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