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Tennis bei French Open : Krawietz und Mies erreichen das Halbfinale

  • Aktualisiert am

Jubeln wie hier 2019: Auch in diesem Jahr sind Kevin Krawietz (rechts) und Andreas Mies bei den French Open gut aufgelegt. Bild: Picture-Alliance

Im Achtelfinale mussten sie drei Matchbälle abwehren, nun fehlt nur noch ein Sieg für den abermaligen Einzug ins Endspiel. Die Erinnerung an das Vorjahr beflügelt die deutschen Titelverteidiger Kevin Krawietz und Andreas Mies bei den French Open.

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          Bei der Rückkehr an ihren „magischen Ort“ fehlt nur noch ein Schritt bis zum erneuten Einzug in das Endspiel: Die Titelverteidiger Kevin Krawietz und Andreas Mies haben bei den French Open das Halbfinale im Doppel-Wettbewerb erreicht und scheinen mit jedem Match ihrer Top-Form des wundersamen Frühlings 2019 näherzukommen. „Das beflügelt uns total“, sagte der Kölner Mies am Dienstag nach dem 6:4, 6:4 gegen die Briten Jamie Murray und Neal Skupski. „Wir sind mit sehr viel Emotionen und Gefühl hierher gefahren“, sagte sein Coburger Kumpel und Doppelpartner Krawietz.

          Gegen den älteren Bruder des zweimaligen Wimbledonsiegers Andy Murray und dessen Partner Skupski spielte das deutsche Duo vom ersten Ballwechsel an souverän und selbstbewusst auf. Auch nachdem sie bei Skupskis Aufschlag beim Stand von 5:3 vier Matchbälle vergeben hatten, ließen sich der 28 Jahre alte Krawietz und der zwei Jahre ältere Mies nicht aus der Ruhe und der Contenance bringen.

          Konzentriert und konsequent

          „Sie sind sehr konzentriert geblieben und haben die paar Chancen, die sie zugelassen haben, konsequent abgewehrt“, lobte auch Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann im TV-Sender Eurosport. Im Kampf um den Einzug in das Endspiel treffen Krawietz und Mies jetzt auf das an Nummer neun gesetzte niederländisch-kroatische Duo Wesley Koolhof/Nikola Mektic, das zuletzt im Finale der US Open stand.

          Dabei hatten sie großes Glück, dass ihnen überhaupt noch ein weiteres Match auf den Sandplätzen von Roland Garros vergönnt war. Im Achtelfinale mussten sie gegen das französische Duo Benjamin Bonzi und Antoine Hoang im dritten Satz drei Matchbälle abwehren. „Wir saßen schon dreimal im Auto und waren schon dreimal auf dem Weg nach Hause“, sagte Krawietz im Rückblick auf die Partie zwei Tage zuvor.

          Ein „magischer Ort“

          Doch tatsächlich scheint der „magische Ort“, wie beide die Stätte ihres ebenso unerwarteten wie spektakulären Vorjahres-Triumphes nannten, die deutschen Davis-Cup-Spieler zu euphorisieren. Gegen Murray und Skupski zeigten sie kaum Schwächen und nutzten nach 99 Minuten auf dem Court Suzanne-Lenglen ihren fünften Matchball.

          Erinnerung an den Triumph von 2019: Krawietz und Mies sind nicht mehr weit entfernt von einem weiteren Sieg in Paris.
          Erinnerung an den Triumph von 2019: Krawietz und Mies sind nicht mehr weit entfernt von einem weiteren Sieg in Paris. : Bild: Picture-Alliance

          Im vergangenen Jahr hatte die fränkisch-rheinländische Kombo für Furore gesorgt in der französischen Hauptstadt - sowohl mit ihren sportlichen Leistungen auf der roten Asche als auch mit ihren unterhaltsamen Auftritten außerhalb der Plätze. Legendär war damals ihre Ankündigung, nach dem Final-Triumph den Eiffelturm abreißen zu wollen. Mit einer riesigen Entourage waren sie im Frühling 2019 nach Paris gereist - in diesem Jahr ist nicht nur das Datum anders.

          „Wir versuchen, so gut wie möglich damit umzugehen“, sagte Mies. Wegen der Corona-Auflagen dürfen sie in diesem Jahr nicht wie 2019 in „einer Party-WG“ (Mies) wohnen, sondern sind in den offiziellen Turnier-Hotels jeder für sich in einem Zimmer untergebracht. „Wir sind ja schon eher gesellige Typen“, sagte Mies schmunzelnd. „Aber wir wissen ja, dass es im Moment nicht anders geht.“

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