https://www.faz.net/-gtl-9nmuj

Aus bei den French Open : Djokovic lässt Struff keine Chance

  • Aktualisiert am

Jan-Lennard Struff während des Achtelfinal-Matches gegen den Serben Novak Djokovic Bild: AFP

Erstmals in seiner Karriere stand Jan-Lennard Struff im Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Sein dortiger Gegenüber ist dann allerdings eine Nummer zu groß für den Deutschen.

          Jan-Lennard Struff versuchte alles, er wehrte sich nach Kräften, doch der Beste der Welt war für ihn eine Nummer zu groß. In seinem ersten Achtelfinale bei einem der vier Grand Slams erhielt der 29 Jahre alte Warsteiner von Klassenprimus Novak Djokovic nach mutigem Beginn eine Lehrstunde. 3:6, 2:6, 2:6 unterlag er dem unnachgiebigem Serben, der bei den French Open in Paris zum zweiten Mal den sogenannten Karriere-Grand-Slam vollenden kann. Dennoch steht Struff am Montag erstmals in seiner Karriere unter den Top 40 der Welt.

          „Ich bin nicht happy mit dem Spiel, so, wie es gelaufen ist. Ich war chancenlos, er war einfach eine Klasse besser, das muss man anerkennen“, sagte Struff. Bei Nieselregen über dem Hauptplatz Philippe Chatrier hielt der Sauerländer nach zuvor drei bemerkenswerten Siegen zunächst gut mit, dann aber spielte Djokovic (32) spätestens ab dem Break zum 5:3 seine ganze Klasse und Routine aus. „Ich hatte erst das Gefühl, hey, es ist alles in Ordnung, aber auf einmal breakt er mich“, erzählte Struff: „Man möchte dann alles rausholen, aber man kommt da wirklich nicht mehr hin.“

          Struff, zuletzt aufstrebende Nummer 45 der Weltrangliste ohne Angst vor großen Namen, konnte ab Mitte des ersten Satzes oft nur reagieren, statt selbst initiativ zu werden. Nach 1:33 Stunden war die Partie mit dem ersten Matchball von Djokovic beendet. „Er hat es sehr gut gemacht, ich nicht so gut, sehr schade“, sagte Struff, der unumwunden zugab, dass ihn die Nummer eins der Weltrangliste ausspielte, ihn weit aus dem Platz trieb, kaum Fehler machte: „Ab Mitte des zweiten Satzes war ich chancenlos. Da kommt das Gefühl: Das war ein Klassenunterschied.“

          Djokovic steht damit als erster Spieler zum zehnten Mal nacheinander im Viertelfinale von Roland Garros. Der 32 Jahre alte Serbe könnte in Paris zum zweiten Mal die vier Grand Slams in Folge gewinnen, dazu fehlt ihm nach den Siegen in Wimbledon, bei den US Open und bei den Australian Open nur noch sein zweiter in Roland Garros nach 2016. Mit Boris Becker als Coach war Djokovic der Karriere-Grand-Slam zum ersten Mal 2015/2016 gelungen. Damals hatte er ihn ebenfalls in Paris vollendet.

          Weitere Themen

          Der irische Liebling

          Lowry gewinnt British Open : Der irische Liebling

          Premierensieg und Partystimmung: Shane Lowry gewinnt sein erstes Major-Turnier. Als er zum letzten Putt zum größten Erfolg seiner Karriere ansetzt, gibt es kein Halten mehr.

          Topmeldungen

          Spahns Notfallplan : Fast schon verdächtig viel Zustimmung

          Der Gesundheitsminister will Kassenärzte und Krankenhäuser zur Zusammenarbeit zwingen – und erhält dafür Lob von allen Seiten. Doch bei der Umsetzung sperren sich die Verantwortlichen noch.
          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.