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French Open : Görges scheitert – Petkovic ist weiter

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Julia Görges: Kein Spielglück in Paris Bild: dpa

Wie Angelique Kerber hatte Julia Görges gesundheitliche Probleme. Und wie die Wimbledonsiegerin scheidet auch die deutsche Nummer zwei bei den French Open früh aus. Ein weiterer Qualifikant darf jetzt gegen den Rekordchampion ran.

          Julia Görges erlebte einen Tag zum Vergessen, Andrea Petkovic und Jan-Lennard Struff sorgten für abendliche Überraschungen - und ein Qualifikant steht bei den French Open vor dem größten Match seiner Karriere. Zum Finale eines turbulenten Tennis-Tages in Roland Garros setzte sich Petkovic am Montag gegen die Amerikanerin Alison Riske nach schwachem Beginn noch 2:6, 6:3, 7:5 durch. Struff bezwang den an Nummer 20 gesetzten kanadischen Shootingstar Denis Shapovalov mit einer eindrucksvollen Vorstellung 7:6 (7:1), 6:3, 6:4.

          Dagegen verabschiedete sich einen Tag nach dem Erstrunden-Aus von Angelique Kerber auch die deutsche Nummer zwei Görges schon früh. Die 30-Jährige aus Bad Oldesloe unterlag der Estin Kaia Kanepi 5:7, 1:6. Ausgeschieden sind auch Antonia Lottner, Tatjana Maria, Mischa Zverev, Peter Gojowczyk, Yannick Hanfmann und Rudi Molleker. Der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev greift erst am Dienstag in das Turniergeschehen ein. Drei Tage nach seinem Titelgewinn in Genf trifft der 22 Jahre alte Hamburger - sofern es das Wetter zulässt - im ersten Match des Tages auf dem Center Court (11.00 Uhr bei Eurosport) auf den Australier John Millman.

          Für einen Stimmungsaufheller Stunden vor Struff sorgte Yannick Maden. Der 29 Jahre alte Qualifikant aus Stuttgart kam nach einem mehr als dreistündigen Kampf gegen den Belgier Kimmer Coppejans durch ein 7:6 (7:0), 7:5, 6:3 weiter und steht zum ersten Mal in seiner Karriere in der zweiten Runde eines Grand-Slam-Turniers. Dort bekommt es die Nummer 114 der Welt mit dem elfmaligen Champion und Titeltopfavoriten Rafael Nadal zu tun. Nadal hatte Hanfmann beim 6:2, 6:1, 6:3 keine Chance gelassen. „Klar ist das super, hier in Roland Garros gegen ihn zu spielen. Ich werde mein Bestes versuchen und hoffe, dass ich einigermaßen gut dastehen kann“, sagte Maden „unglaublich glücklich“.

          Eine Runde weiter sind auch die Amerikanerin Serena Williams und der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic aus Serbien. Auch Görges wäre gerne noch ein bisschen länger in der französischen Hauptstadt geblieben. „Es ist keine leichte Situation für mich gerade. Ich wollte natürlich eine bessere Sandplatz-Saison spielen“, sagte sie und reflektierte das Match gegen Kanepi mit den Worten: „Es ist schon bitter, am Ende ging’s ein bisschen zu schnell.“

          Wie Kerber hatte auch Görges zuletzt mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Bei ihrem Lieblingsturnier in Stuttgart berichtete sie nach ihrer Aufgabe in der ersten Runde von Problemen mit der Halswirbelsäule. In Rom verletzte sie sich am Oberschenkel und sagte für Nürnberg ab. „Körperlich ist es bislang ein sehr bescheidenes Jahr“, sagte Görges, versicherte aber, dass sie ohne Schmerzen gespielt habe und es dem Körper „soweit gut“ gehe.

          In der sogenannten Stierkampfarena startete sie gut in das Match und ging schnell mit 4:1 in Führung. Doch je länger das Duell andauerte, desto verunsicherter wirkte Görges. 14 leichte Fehler unterliefen ihr im ersten Durchgang, 31 waren es insgesamt. Im zweiten Satz schien ihre Moral nach dem dritten Spiel gebrochen. Beim Stand von 1:1 ging es elfmal über Einstand. Mehr als eine Viertelstunde dauerte es, bis Kanepi mit 2:1 in Führung ging und den Vorsprung dann ausbaute.

          „Heute ist einiges in einigen Situationen gegen mich gelaufen. Sie war die aggressivere Spielerin und hat das Zepter in die Hand genommen“, sagte Görges, die als Nummer 18 in der Weltrangliste 70 Plätze besser notiert ist als Kanepi. Doch vorerst bleibt das Achtelfinale 2015 Görges’ bestes Roland-Garros-Resultat.

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