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Angelique Kerbers Tennisjahr : Bleibt jetzt nur noch eine letzte Perspektive?

  • -Aktualisiert am

In Italien noch in der Sonne, in Paris bei nasskaltem Wetter ausgeschieden: Angelique Kerber Bild: EPA

Das Erstrunden-Aus von Deutschlands Tennisstar bei den French Open hinterlässt ein farbloses Bild. Und es wirft gleich mehrere Fragen auf. Dabei geht es auch um die Gesundheit von Angelique Kerber – und die nächsten Monate.

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          Normalerweise, wenn sie Paris mit einer Niederlage im Gepäck verlässt, dann weht zum Trost die Vorfreude auf die nahe Rasensaison herüber; der Duft ist auf der Fahrt zum Flughafen fast schon zu riechen. Paris wird für Angelique Kerber wohl der Ort einer unerfüllten Beziehung bleiben. Auch diesmal verlor sie in der ersten Runde der French Open, zum sechsten Mal in 13 Jahren. Aber jetzt liegt kein Geruch von frischem Gras in der Luft, es riecht nach braunen Blättern, und die weiteren Aussichten sind diffus bis winterlich. Denn für alle Spielerinnen, die dieser Tage im Stade Roland Garros verlieren, ist die kürzeste Saison der Geschichte schon so gut wie vorbei.

          In gewisser Weise passen die Umstände ihres ersten und einzigen Spiels beim dritten und letzten Grand-Slam-Turniers zu den Ereignissen des Jahres. Weil sich zuvor zwei Kollegen aus Frankreich und Italien die scheinbar endlose Fortsetzung eines Spiels lieferten, das am Abend zuvor abgebrochen worden war, und weil bei dieser Fortsetzung allein der fünfte Satz drei Stunden dauerte, hingen Angelique Kerber und die junge Gegnerin Kaja Juvan aus Slowenien bis zum Abend in der Warteschleife fest. Wer ohnehin schon nervös ist, der wird beim Warten noch nervöser, und wer sich nicht toll fühlt, der hat lange Zeit, darüber nachzudenken.

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