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Krank bei den French Open : Gefährliche Nonchalance im Fall Zverev

  • -Aktualisiert am

Alexander Zverev nach seiner Niederlage im Achtelfinale der French Open. Bild: AFP

Alexander Zverev scheitert bei den French Open und berichtet von Fieber. Zum Arzt ging er nicht. Nun muss er sich vorwerfen lassen, nicht aus seinen Fehlern gelernt zu haben. Zverevs Versäumnis ist aber nur ein Teil der Geschichte.

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          Normalerweise wäre es nach Alexander Zverevs Niederlage in Paris gegen den drei Jahre jüngeren Italiener Jannik Sinner vor allem um die Frage gegangen, was ihm zum Sieg gefehlt hatte. Diesmal spielte dieses Thema aber nur am Rande eine Rolle. Als Zverev mit belegter Stimme berichtete, es gehe ihm nicht gut, er habe nach dem Spiel in der Runde zuvor Fieber gehabt (38 Grad Celsius), ging der Alarm an. Aus seiner Sicht gab es keinen Grund zur Sorge; er sagte, er sei wie alle Spieler während der French Open regelmäßig getestet worden und er werde sich jetzt noch mal testen lassen. Er hoffe, sich im nasskalten Pariser Herbstwetter einfach nur erkältet zu haben. Am Abend teilte er bei Eurosport mit, der Test sei negativ ausgefallen.

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          Der französische Tennisverband hatte zuvor bereits bekannt gegeben, Zverev habe bis zu seinem Match gegen Sinner alle erforderlichen Tests absolviert, der letzte sei am vergangenen Dienstag vorgenommen worden. Und alle Testergebnisse seien negativ gewesen. In den Richtlinien, die die Spieler vor dem Turnier erhalten hatten, wurden sie allerdings nicht nur verpflichtet, sich testen zu lassen, sondern auch, auffällige Symptome zu melden. Richtig und notwendig wäre es also gewesen, wenn sich Zverev vor seinem Spiel beim Turnierarzt vorgestellt hätte, um die Dinge zu klären.

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