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French-Open-Siegerin : „Ich kann gar nicht glauben, dass ich einen Titel geholt habe“

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Erschöpft und glücklich: Krejcikova Bild: dpa

Barbora Krejcikova setzt sich im Finale der French Open gegen Anastasia Pawljutschenkowa durch. Fast niemand hatte auf sie gesetzt – nach ihrem Sieg wurde sie emotional.

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          Die Tschechin Barbora Krejcikova hat die French Open in Paris gewonnen. Die 25 Jahre alte Tennisspielerin setzte sich am Samstag im Überraschungsfinale gegen die leicht favorisierte Russin Anastasia Pawljutschenkowa mit 6:1, 2:6, 6:4 durch und feierte damit den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Für beide Spielerinnen war es das erste Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere. Krejcikova verwandelte nach 1:58 Stunden ihren vierten Matchball.

          Am Sonntag hat Krejcikova im Stade Roland Garros sogar noch die Chance auf einen weiteren Titel. Dann steht sie mit ihrer Landsfrau Katerina Siniakova im Doppel-Finale. Bei den Herren stehen sich der Serbe Novak Djokovic und der Grieche Stefanos Tsitsipas im Endspiel gegenüber.

          „Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich hier einen Titel bei einem Grand-Slam-Turnier geholt habe“, sagte Krejcikova nach der Partie. Danach wurde es emotional, als Krejcikova an ihre vor rund drei Jahren gestorbene Trainerin Jana Novotna dachte. „Ich hoffe, sie schaut mir jetzt zu und ist glücklich“, sagte die Tschechin.

          Die Favoritinnen wie Ashleigh Barty, Naomi Osaka oder Serena Williams hatten sich allesamt bereits frühzeitig verabschiedet. Auch die drei deutschen Tennis-Damen Angelique Kerber, Laura Siegemund und Andrea Petkovic waren in der ersten Runde ausgeschieden.

          Perfekter Start

          Krejcikova erwischte auf dem Court Philippe-Chatrier einen perfekten Start. Zwar gab die Tschechin ihr erstes Aufschlagspiel ab, die Außenseiterin schaffte aber sofort das Re-Break und war danach erst einmal nicht mehr zu stoppen. Während Pawljutschenkowa im bislang größten Spiel ihrer Karriere anfangs gehemmt wirkte, spielte Krejcikova völlig unbekümmert auf. Die Tschechin hatte im Vorfeld der French Open bereits das Turnier in Straßburg gewonnen und strotzte nach insgesamt elf Siegen in Serie vor Selbstvertrauen. Nach sechs Spielen in Serie holte sie sich den ersten Satz mit 6:1.

          Doch Pawljutschenkowa kämpfte sich danach in die Partie. Der Russin gelang ein schnelles Break, danach legte sie ihre Nervosität ab und war nun die bestimmende Spielerin. Die 29-Jährige nahm ihrer Gegnerin insgesamt drei Mal den Aufschlag ab und schaffte so den Satzausgleich.

          Entscheidender Break

          Allerdings musste sich Pawljutschenkowa gegen Ende des zweiten Satzes längere Zeit am Oberschenkel behandeln lassen. Zwar konnte sie mit einer dicken Bandage weiterspielen, ein bisschen gehemmt wirkte die frühere Nummer eins bei den Juniorinnen aber schon. Zum 4:3 gelang Krejcikova das entscheidende Break. Beim Aufschlag der Russin vergab sie danach zwar noch zwei Matchbälle, wenig später machte sie den größten Erfolg ihrer Karriere bei eigenem Aufschlag aber perfekt. Zum sechsten Mal in Serie gab es in Paris damit eine Premierensiegerin.

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