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French Open : Weingärtner verpaßt Viertelfinale

  • Aktualisiert am

Zu stark für Marlene Weingärtner: Maria Scharapowa Bild: REUTERS

Marlene Weingärtner ist im Achtelfinale der French Open ausgeschieden. Die Heidelbergerin, die als letzte der zwölf gestarteten deutschen Profis noch im Wettbewerb war, unterlag der Russin Maria Scharapowa.

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          Marlene Weingärtner hat das erste Grand-Slam-Viertelfinale ihrer Karriere verpaßt. Die Heidelbergerin verlor am Sonntag bei den French Open in Paris gegen das 17 Jahre alte russische Super-Talent Maria Scharapowa mit 3:6, 1:6, konnte sich aber mit 54.570 Euro Preisgeld trösten. Damit sind bei dem Sandplatz-Turnier alle zwölf gestarteten deutschen Tennis-Profis ausgeschieden. Als letzte deutsche Dame hatte Anke Huber bei den US Open 2000 das Viertelfinale eines Grand Slams erreicht.

          Die aus Sibirien stammende Scharapowa, die als größtes Talent im Damentennis gilt und seit acht Jahren in Florida lebt, steht erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in der Runde der letzten Acht. Ihre russische Kollegin Jelena Dementjewa sorgte mit einem 6:1, 6:3-Sieg gegen Lindsay Davenport für eine Überraschung. Die Weltranglistenvierte aus Amerika, die die French Open vor drei Jahren gewonnen hatte, litt wieder einmal an Knieproblemen.

          Motto: Wer nichts macht, macht nichts falsch

          „Das Ergebnis sieht glatter aus, als es war. Sie hat die big points besser gespielt“, meinte Weingärtner, die im ersten Vergleich mit Scharapowa nach dem Motto spielte: Wer nichts macht, macht nichts falsch. Die Match-Statistik sprach Bände: Weingärtner leistete sich zwar nur elf leichte Fehler im Vergleich zu 25 bei Scharapowa. Allerdings brachte es die Russin im Gegenzug auf 34 Gewinnschläge, bei Weingärtner waren es ganze 9.

          Zu wenig Risiko: Marlene Weingärtner
          Zu wenig Risiko: Marlene Weingärtner : Bild: dpa/dpaweb

          Nach 18 Minuten spielte sie ihren ersten Stoppball und hatte prompt Erfolg. Doch die spärliche Gegenwehr reichte nicht, um erstmals ins Viertelfinale eines Grand Slams einzuziehen. Mit einem lauten Quieken verwandelte Scharapowa nach 67 Minuten den dritten Matchball.

          „Ich bin trotzdem ganz zufrieden, denn vor drei Wochen habe ich noch zu Hause gesessen und geheult, weil ich verletzt war“, sagte Marlene Weingärtner. Nur im Doppel kann sie ihre Chance noch beim Schopfe packen. An der Seite der Amerikanerin Jill Craybas erreichte
          sie das Achtelfinale, wo am Pfingstmontag Bethanie Mattek/Abigail Spears (USA) die nächsten Gegnerinnen sind.

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