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French Open : Kiefer und Haas beflügelt in Runde zwei

  • Aktualisiert am

Konzentrierter Turnierstart: Thomas Haas Bild: dpa/dpaweb

Nach Nicolas Kiefer ist auch Thomas Haas in die zweite Runde der French Open in Paris eingezogen. Andre Agassi verlor zum zweiten Mal nacheinander in der ersten Runde gegen einen Qualifikanten.

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          Beflügelt vom Gewinn der Team-Weltmeisterschaft sind Thomas Haas und Nicolas Kiefer bei den French Open in die zweite Runde eingezogen. Während Haas am Dienstag das Auftaktmatch gegen seinen Team-Kollegen Florian Mayer mit 6:1, 6:2, 6:4 gewann, setzte sich Kiefer sicher mit 6:3, 6:3, 6:4 gegen den Kroaten Ivo Karlovic
          durch.

          Die Zeit von Altmeister Andre Agassi in Paris ist indes wohl endgültig vorbei. Der Champion von 1999 verlor am Dienstag zum zweiten Mal nacheinander in der ersten Runde gegen einen Qualifikanten. Nach 2:59 Stunden verwandelte der Finne Jarkko
          Nieminen den Matchball zum 7:5, 4:6, 6:7 (6:8), 6:1, 6:0 und Agassi schlich wie ein geprügelter Hund vom Center Court.

          Agassi konsterniert, ausgelaugt und ratlos

          Nach seinem Déjà-vu-Erlebnis - im Vorjahr hatte Agassi gegen den bis dahin unbekannten Franzosen Jerome Haehnel verloren - ist es kaum vorstellbar, daß der Champion noch einmal an die Seine zurückkehren wird. Am Ende seines 17. Teilnahme in Roland Garros wirkte Agassi konsterniert, ausgelaugt und ratlos. 98 leichte Fehler und 15 Doppelfehler sprachen Bände über die Gründe der Demütigung, die der humpelnde Agassi trotz einer offensichtlichen Verletzung bis zum bitteren Ende ertrug. „Ich wollte nicht aufgeben“, sagte er.

          Ein Nerv ihm Rücken hatte sich entzündet und ihm höllische Schmerzen bereitet. „Es ist frustrierend, wenn man wegen so etwas nicht in der Lage ist, mitzuhalten.“ Dabei hatte er sich anders als im vergangenen Jahr gewissenhaft vorbereitet und mit dem Halbfinale in Rom auch einen Erfolg auf Sand vorzuweisen. Was dem achtmaligen Grand-Slam-Sieger von Paris bleibt, ist ein Rekord. Der 35jährige spielte sein 57. Grand-Slam-Turnier und überholte damit Jimmy Connors, Ivan Lendl, Michael Chang und Wayne Ferreira.

          Kiefer mit „Rückenwind und Selbstvertrauen“

          Anders als Rainer Schüttler tags zuvor nutzten Kiefer und Haas das gemeinsame Erfolgserlebnis von Düsseldorf. Der schon im Rochusclub überragende Haas ließ Sandplatzspezialist Mayer nur im dritten Satz mitspielen und schaffte den zweiten Sieg im zweiten Vergleich mit dem Bayreuther. In der zweiten Runde trifft der in Florida lebende Haas auf Albert Costa (Spanien) oder Vince Spadea (USA). Ein bißchen Wut
          hatte Haas auch im Bauch. Obwohl er als Nummer 21 zu den gesetzten Spielern gehört, mußte er zum Auftakt seines siebenten Turniers in Roland Garros mit einem abgelegenen Außenplatz vorlieb nehmen.

          Kiefer hatte mit dem auf Sand etwas ungelenk wirkenden Aufschlagriesen Karlovic wenig Mühe. „Der Erfolg von Düsseldorf hat mir Rückenwind und Selbstvertrauen gegeben“, meinte Kiefer. Sein großes Ziel ist nun, erstmals im neunten Anlauf in die dritte Runde einzuziehen. Sein Gegner am Donnerstag ist entweder Alexander Popp
          aus Mannheim oder der Franzose Arnaud Clement.

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