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French Open : Die letzte deutsche Hoffnung heißt Lars Burgsmüller

  • Aktualisiert am

Deutsche Hoffnung: Lars Burgsmüller Bild: dpa

Tommy Haas zwischen Genie und Wahnsinn: Nach seiner Gala zum Auftakt gelang ihm in der zweiten Runde der French Open fast nichts. Nur Lars Burgsmüller zog in die dritte Runde ein.

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          Tommy Haas ist bereits in der zweiten Runde gescheitert. Der 23-Jährige verlor gegen den Franzosen Anthony Dupuis mit 4:6, 0:6, 3:6. „Es fing ganz gut an mit dem Break zum 4:2“, sagte Haas, „aber dann hat er zuviel Druck gemacht.“ Er selbst habe sich nicht mehr konzentrieren können und zu viele Fehler produziert.

          Dagegen trifft Lars Burgsmüller nach seinem 7:5, 6:4, 7:5 gegen den Marokkaner Younes El Aynaoui in der dritten Runde am Samstag auf Galo Blanco. Der Spanier besiegte den an Nummer fünf gesetzten Pete Sampras (USA) mit 7:6 (7:4), 6:3, 6:2 und besiegelte damit möglicherweise den letzten Auftritt von Sampras bei den French Open. „Das ganze Jahr ist enttäuschend für mich verlaufen“, gestand Sampras.

          Knippschild chancenlos gegen Corretja

          Enttäuschend war auch die Vorstellung von Jens Knippschild. Er verlor sang- und klanglos mit 3:6, 5:7, 3:6 gegen den Spanier Alex Corretja. Damit stand fest: Von zehn deutschen Männern und acht deutschen Frauen im Hauptfeld ist nach vier Turniertagen in Roland Garros nur noch Lars Burgsmüller in den Einzel-Wettbewerben übriggeblieben.

          Burgsmüller spielte sich als einziger Deutscher in die dritte Runde vor, obwohl er im dritten Satz von Oberschenkelkrämpfen geplagt worden war. „Ich hoffe, es ist nur einer Verhärtung und keine Zerrung“, meinte Burgsmüller.

          Rittner verschenkte Führung

          Im Dameneinzel ist auch die letzte deutsche Spielerin ausgeschieden. Barbara Rittner unterlag trotz einer zwischenzeitlichen 6:0, 5:3-Führung der ungarischen Qualifikantin Zsofia Gubacsi mit 6:0, 5:7, 4:6.

          „Ich bin hier sicher für die eine oder andere Überraschung gut“, hatte Rittner nach dem lockeren Erstrunden-Erfolg gegen die Qualifikantin Maja Matevzic noch erzählt. „Ich habe eine gute Auslosung und hoffe, die Chance zu nutzen.“ Doch statt der Deutschen trifft nun Gubasci auf die Amerikanerin Serena Williams.

          Haas: „Ich bin ziemlich frustriert“

          „Ich bin ziemlich frustriert“, gestand Tommy Haas nach der unerwarteten Pleite ernüchtert. „Ich habe so ziemlich alles an meinem Spiel vermisst. Ich konnte schlagen, wie ich wollte - der Ball ging nirgendwo hin.“

          Nach dem Blitzsieg zum Auftakt gegen den Franzosen Jerome Golmard zeigte sich der gebürtige Hamburger gegen München-Finalist Dupuis von allen guten Geistern verlassen. Nach 1:42 Stunden beendete Haas mit einem Doppelfehler selbst das Match in der „Stierkampfarena“ und schlich mit hängendem Kopf von dannen.

          „Nach dem Break zum 4:2 im ersten Satz ging es nur noch bergab“, sagte Haas. „Den ersten Satz habe ich blöd verloren, im zweiten habe ich meine Chancen nicht genutzt und im dritten bin ich aus diesem Trott nicht mehr rausgekommen.“

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