https://www.faz.net/-gtl-o7fj

Freiburg - Wolfsburg : Iaschwili beendet die Freiburger Negativserie

  • Aktualisiert am

Im Gleichschritt: Berner hat gegen Menseguez die Nase vorn Bild: dpa/dpaweb

Nach zuletzt drei Niederlagen in der Bundesliga gewinnt der SC Freiburg 3:2 gegen den VfL Wolfsburg. Der quirlige Georgier schießt alle drei Tore des Sportclubs.

          2 Min.

          Das „Chinesische Modell“ und ein torhungriger Georgier haben dem SC Freiburg den Erfolg zurückgebracht. Der überragende Stürmer Alexander Iaschwili erzielte beim 3:2 gegen den VfL Wolfsburg alle drei Breisgauer Treffer und war danach überglücklich. „Das war ein schöner Tag, es hat alles gepaßt“, sagte der 26jährige, der in den vergangenen vier Pflichtspielen achtmal traf. Seine Tore in der 31., 33. und 76. Minute bescherten dem SC nach zuletzt drei Niederlagen nacheinander wieder einen Platz im gesicherten Mittelfeld.

          Auswärts bleibt Iaschwili ein Wackelkandidat

          SC-Trainer Volker Finke wollte in den Jubel um Iaschwili allerdings nur bedingt mit einstimmen. „Einzelne Helden des Spiels werden immer bedeutender. Ich finde es unfair gegenüber den anderen zehn, daß nur einer im Alleingang das Spiel entschieden haben soll“, sagte Finke. Natürlich freuten ihn Iaschwilis Saisontore vier bis sechs „wahnsinnig“. Doch eine Stammplatz-Garantie gab Finke dem Georgier deswegen nicht. „Zu Hause ist er unersetzlich. Aber auswärts stellt sich die Frage, ob man ihn bringen soll. Er ist eben mehr ein Vorbereiter und kein Abschlußspieler.“

          Bild: FAZ.NET

          Für den 53jährigen bedeutete der Sieg vor 23.000 Zuschauern im Dreisamstadion nicht zwingend eingeplante Bonuspunkte gegen eine Mannschaft, „die am Ende der Saison vor uns steht“. Die Freiburger Überzahl gerade im Mittelfeld und das bekannt rasche Verschieben nannte der Trainer das „Chinesische Modell“. „Ganz, ganz viele laufen sehr viel und helfen sich gegenseitig“, erklärte Finke das Erfolgssystem.

          Sein Trainerkollege Jürgen Röber rätselte derweil nach der fünften Saisonniederlage im sechsten Spiel auf des Gegners Platz über die Gründe der Wolfsburger Auswärtsschwäche. „Wir haben es oft genug nachbereitet, aber irgendwann muß ich es doch einmal auf dem Platz umsetzen“, kritisierte er. Zwar verstärkt gerade die „Gaucho-Fraktion“ um die Argentinier Andres D'Alessandro und Juan Menseguez das VfL-Spiel mit technischen Finessen, doch individuelle Fehler in der Abwehr machen jeden guten Ansatz zunichte.

          „Die waren zu schnell für uns“

          Nach dem 1:2-Anschlußtreffer durch Marko Topic (64.) vergab dieser wenig später die beste Ausgleichsmöglichkeit mit einem Lattentreffer aus kürzester Distanz. „Der Ball muß einfach drin sein“, meinte Röber, der zudem mit dem Schiedsrichter haderte. Franz- Xaver Wack (Biberach) versagte einem Kopfballtor von Diego Klimowicz fünf Minuten vor der Pause wegen angeblichen Foulspiels die Anerkennung. „Warum der abgepfiffen hat, weiß kein Mensch.“

          Das Wolfsburger 2:3 durch Maik Franz in der Nachspielzeit konnte Manager Peter Pander nicht mehr versöhnen. „Nur drei Auswärtspunkte, das gibt mir zu denken. So wie in der ersten Halbzeit kannst du dich auswärts nicht verkaufen“, sagte er. Die gescholtenen Spieler blieben die Begründung dafür schuldig. Abermals im Breisgau ohne Sieg geblieben, lieferten sie nur Zustandsbeschreibungen. „Mit dem 0:2 waren wir in der ersten Halbzeit gut bedient. Die waren zu schnell für uns“, sagte Miroslav Karhan.

          Weitere Themen

          Barcelona-Spieler verzichten auf 122 Millionen

          Corona-Krise : Barcelona-Spieler verzichten auf 122 Millionen

          Die Folgen von Corona treffen FC Barcelona wirtschaftlich schwer. Den Katalanen fehlen durch die Pandemie rund 300 Millionen Euro. Dringende Einsparungen sollen den kriselnden Verein vor dem Konkurs bewahren.

          Topmeldungen

          Ein AfD-Mitglied beim Landesparteitag der AfD Rheinland-Pfalz am vergangenen Wochenende

          Vor dem Parteitag : Die AfD trifft sich im Wunderland

          Rund 600 Delegierte wollen auf dem Gelände des einstigen Kernkraftwerks in Kalkar über ein Rentenkonzept debattieren – unter strikter Einhaltung der Maskenpflicht, sonst droht ein Abbruch.
          Im Visier von Aktivisten: Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank aus Wiesbaden.

          Immobilienfinanzierer : Aktivisten machen Druck auf Krisenfirmen

          Die Zahl der Kampagnen von aktivistischen Investoren stieg in den letzten Jahren an. Gerade auf Corona-Verlierer an der Börse kommen sie zu. Warum hat Petrus Advisers die Aareal Bank im Visier?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.