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Freiburg - Hannover : Freiburger beenden ihre Torflaute

  • Aktualisiert am

Doppelpack: Iaschwili trifft zweimal für den SC Freiburg Bild: dpa/dpaweb

Sechs Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz: Der SC Freiburg kann nach zuletzt drei torlosen Spielen aufatmen und steht kurz vor dem Klassenerhalt. Die unterlegenen Hannoveraner müssen weiter zittern.

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          Der SC Freiburg hat einen Riesenschritt aus dem Abstiegssumpf der Fußball-Bundesliga gemacht und seinem unmittelbaren Konkurrenten Hannover 96 einen herben Rückschlag beschert. Die Breisgauer besiegten im Duell der nervösen Tabellennachbarn am Samstag die Niedersachsen mit 4:1 (1:0). Vor 25.000 Zuschauern im ausverkauften Dreisamstadion erzielten Sascha Riether (14.), Zlatan Bajramovic (51.) und Alexander Iaschwili (69./78.) die Tore für den Aufsteiger. Thomas Brdaric hatte in der hektischen, aber unterhaltsamen Begegnung mit seinem zehnten Saisontreffer auf 1:2 (52.) verkürzt.

          „Wir brauchen noch einen Sieg, aber wir können ein wenig aufatmen“, sagte der starke Freiburger Mittelfeldspieler Sascha Riether. Sein Trainer Volker Finke betätigte sich derweil als Rechenkünstler. „Zu diesem Zeitpunkt zählen die drei Punkte doppelt“, sagte der 56jährige. Hannovers Torschütze war dagegen enttäuscht. „Nach dem 1:2 hat die Mannschaft nicht genügend Substanz gehabt, um dagegenzuhalten“, sagte Brdaric.

          Cherundolo schwächte 96er

          Die Niedersachsen mußten von der 23. Minute an auf Steve Cherundolo verzichten. Der Amerikaner hatte Schiedsrichter Edgar Steinborn (Sinzig) den Vogel gezeigt und dafür die Gelb-Rote Karte gesehen. Dem Freiburger Spielmacher Soumaila Coulibaly muß im nächsten Spiel ebenfalls zuschauen: Beim Torjubel nach dem 4:1 hatte er unerlaubterweise das Trikot ausgezogen.

          Nach zuletzt drei Niederlagen ohne Torerfolg besannen sich die Freiburger auf ihre Heimstärke und landeten den zehnten Saisonerfolg vor heimischer Kulisse. Während SC-Trainer Volker Finke nun etwas aufatmen kann, gerät dessen Freund Ewald Lienen immer mehr unter Druck. In der ersten Bundesliga-Partie der beiden Mannschaften in Freiburg merkte man den Spielern die Tabellensituation deutlich an: Beide Teams gingen sehr verkrampft zu Werke.

          Der Sportclub, ohne den verletzten Torwart Richard Golz und den gesperrten Mittelfeldspieler Roda Antar, hatte in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, zeigte aber in der Abwehr immer wieder Abstimmungsprobleme. Per Kopf - nach einer Flanke von Ellery Cairo - gelang Riether der Führungstreffer.

          Iaschwili sichert Freiburger Sieg

          Bei den Gästen spielte Wladimir But erstmals unter Lienen von Anfang an. Der frühere Freiburger, von Finke im vergangenen Sommer aussortiert, zeigte aber eine unauffällige Partie. Ausgerechnet der seit Wochen angeschlagene Bajramovic sorgte unmittelbar nach der Pause für das 2:0. Der Bosnier, der am Dienstag oder Mittwoch an der Leiste operiert wird, hatte erneut auf die Zähne gebissen, um seiner Mannschaft zu helfen.

          Nur eine Minute später patzte auf der Gegenseite jedoch Golz-Vertreter Julian Reinard und ein Kopfball von Brdaric landete im Freiburger Netz. SC-Spielmacher Coulibaly verpaßte dann die Riesenchance zur Vorentscheidung, als er im Fünfmeterraum am Ball vorbeisäbelte. Nach einer chaotischen Situation im Strafraum der 96er behielten Lewan Zkitischwili und sein georgischer Landsmann Alexander Iaschwili den Überblick und der kleine Angreifer spitzelte den Ball doch noch zum 3:1 ins Tor. Mit seinem zweiten Tor sorgte der Stürmer dann für die endgültige Entscheidung.

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