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Trump-Kritikerin im Halbfinale : „Wir wollen gar kein McDonald’s-Essen“

Polarisiert und spielt erfolgreich Fußball : die amerikanische Offensivspielerin Megan Rapinoe bei der Weltmeisterschaft in Frankreich Bild: AP

Megan Rapinoe schießt die amerikanischen Fußballfrauen gegen Ausrichter Frankreich unbeeindruckt von den Twitterattacken ihres Präsidenten ins Halbfinale der WM. Und ihr Team stellt sich hinter sie.

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          Kelley O’Hara wählte ihre Worte mit Bedacht. „Sie hat ihren Job erledigt“, sagte die Verteidigerin nach dem Spiel über Megan Rapinoe. Es ist noch nicht der Weltmeistertitel, den die Fußballfrauen aus den Vereinigten Staaten und besonders die in den vergangenen Tagen durch Tweets des amerikanischen Präsidenten Donald Trump in den Fokus geratene Offensivspielerin unter Dach und Fach gebracht haben. Aber vor allem Rapinoe hat geliefert, so wie Trump es provokativ gefordert hatte.

          Frauenfussball-WM 2019

          „Megan soll erst einmal ihren Job erledigen“, hatte der Präsident der Vereinigten Staaten am Mittwoch getwittert und damit natürlich nichts anderes als den WM-Titel im Sinn. Auf dem Weg zu diesem Ziel hat die 33 Jahre alte Rapinoe nun die beiden amerikanischen Treffer beim 2:1-Sieg gegen Gastgeber Frankreich im Viertelfinale der Fußball-WM der Frauen erzielt und damit in der Torschützenliste zu Alex Morgan und Sam Kerr aufgeschlossen, offensichtlich unbeeindruckt von dem Trubel rund um ihre Person in den Tagen vor diesem Spiel der Superlative. Nie zuvor in der Geschichte von acht Weltmeisterschaften der Frauen war es zu dieser reizvollen Konstellation gekommen, dass eine starker Ausrichter die unumstrittene Führungsmacht herausfordert. Noch dazu wurde in Paris gespielt, im Prinzenpark. Über 45.000 Zuschauer wohnten dem Duell im ausverkauften Stadion des französischen Männerfußball-Meisters PSG bei und gaben dem Spiel einen Rahmen wie bei einem großen Spiel einer Männer-Weltmeisterschaft.

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