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Nach Marozsan-Ausfall : Die Jüngste könnte die Beste ersetzen

  • -Aktualisiert am

Ab in die Mitte! Lena Oberdorf ist mit ihren 17 Jahren schon wichtig für Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (links, Kotrainer Patrik Grolimund rechts). Bild: dpa

Sie ist gerade mal 17 Jahren alt. Doch Lena Oberdorf hat in den ersten Tagen der Frauenfußball-WM schon manche Prüfung bravourös absolviert. Nun winkt ihr im deutschen Team eine spezielle Aufgabe.

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          Schon das Quartier des deutschen Nationalteams bei der Fußball-WM der Frauen in Frankreich deutet an, dass das zweite Spiel gegen Spanien am Mittwoch (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Frauenfußball-WM, im ZDF und bei DAZN) nur eine Zwischenstation sein soll. Das Team wohnt in Lille in einem Mittelklassehotel direkt an der Autobahn, die Idylle wie in den Tagen vor dem Auftaktspiel in Rennes war gestern, Gewerbegebiet-Tristesse ist angesagt. Nach dem zweiten Vorrundenspiel am Mittwoch gegen Spanien im 50 Kilometer entfernten Stade du Hainaut in Valenciennes wollen die deutschen Frauen möglichst schnell Kurs nehmen in Richtung Montpellier, wo am kommenden Montag das letzte Vorrundenspiel gegen Südafrika ansteht.

          Frauenfussball-WM 2019

          Für die richtige Richtung auf dem Spielfeld könnte derweil die jüngste Spielerin im Kader sorgen: Lena Oberdorf überzeugte im ersten Einsatz beim mühsamen 1:0-Sieg über China – bei dem die zweitjüngste Deutsche, Giulia Gwinn, den Siegtreffer erzielt hatte – nach ihrer Einwechslung zur Pause derart mit ihrer Ruhe am Ball und körperlicher Durchsetzungsfähigkeit, dass die bei 17 Jahren und fünf Monaten jüngste WM-Spielerin in der Geschichte des deutschen Fußballs nun womöglich schon reif ist für höchste Aufgaben. „Es sprach für Lena, unsere Jüngste, dass sie uns mit physischer Präsenz Stabilität gegeben hat“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Es ist deshalb durchaus denkbar, dass Oberdorf nun gegen Spanien gleich in die Startelf aufrückt.

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