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Fußball-WM in Frankreich : Das Statement der amerikanischen Frauen

Die amerikanischen Frauen um Megan Rapinoe (Mitte) hatten ihren Spaß beim WM-Auftakt. Bild: AP

Die Vereinigten Staaten brechen wie eine Welle über die Fußball-WM der Frauen herein – nicht nur wegen des höchsten Siegs der Turniergeschichte. Die Spielerinnen verstehen ihren Auftritt in Frankreich als Mission.

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          Unmittelbar vor dem Spiel gegen Thailand war das Endergebnis des Auftaktspiels der Vereinigten Staaten bei der Fußball-WM der Frauen schon zu erahnen oder gar zu befürchten gewesen: Sieben amerikanische Spielerinnen bauten sich selbstbewusst an der Mittellinie auf. Eine Fußspitze stand dabei jeweils schon an der äußersten Kante der Mittellinie in Erwartung des Anpfiffs, die Spielerinnen warteten in etwa so angespannt wie eine Sprinterin beim Start des 100-Meter-Laufs. Nur ließ der Startschuss auf sich warten. Der übertragende amerikanische Fernsehsender Fox hatte vermutlich zuvor noch ein oder zwei Werbespots abspielen müssen, weil das Team eben so populär ist in der Heimat.

          Frauenfussball-WM 2019
          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          So verharrten die Amerikanerinnen fast eine Minute in dieser Körperspannung. Dann ging es los, die Amerikanerinnen rannten schnurstracks wie in einem Wettlauf Richtung gegnerischer Strafraum und der erste Flugball flog in Richtung thailändisches Tor. Am Ende sollte es 13:0 stehen. Die Amerikanerinnen gewannen gegen die wie schon bei der Körpergröße auch in allen weiteren Belangen weit unterlegenen und fast bemitleidenswerten Thailänderinnen noch einmal um zwei Tore höher als die deutschen Fußballfrauen in ihrem Auftaktspiel der WM 2007 gegen Argentinien und stellten einen WM-Rekord auf.

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