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Fußball-Frauen-WM : China schlägt Südafrika, Deutschland im Achtelfinale

  • Aktualisiert am

Die Chinesin Ying Li bejubelt ihren Treffer gegen Südafrika. Bild: Reuters

Weil China Südafrika schlägt, steht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen vorzeitig im Achtelfinale der Weltmeisterschaft. Ein großer Favorit der WM patzt am Donnerstagabend allerdings.

          Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat vorzeitig das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich erreicht. Durch den 1:0 (1:0)-Erfolg der Chinesinnen gegen Südafrika am Donnerstagabend ist die DFB-Auswahl in Gruppe B nicht mehr von einem  der ersten beiden Plätze zu verdrängen.

          Vor rund 20.000 Zuschauern im Pariser Prinzenpark erzielte Ying Li (40. Minute) den einzigen Treffer der Partie. China dominierte vom Anpfiff weg, hatte im ersten Durchgang deutlich mehr Torgelegenheiten und hatte zwei Minuten nach der Führung durch Li die große Chance zum 2:0. Doch der Kopfball von Shanshan Wang prallte von der Latte nicht vollständig hinter die Torlinie. Nach dem Wechsel zog sich der Vize-Weltmeister von 1999 etwas zurück, hatte aber keine Mühe, die weitgehend ideenlosen Offensivbemühungen der Südafrikanerinnen zu verteidigen.

          Zuvor hatte Mitfavorit Brasilien in der Gruppe C den ersten herben Dämpfer kassiert. Bei der Rückkehr der sechsmaligen Weltfußballerin Marta verlor das Team von Trainer Vadao gegen Australien trotz eines 2:0-Vorsprungs nach einer schwachen zweiten  Halbzeit noch mit 2:3 (2:1) und muss somit bis zum letzten Gruppenspieltag um das Weiterkommen zittern.

          WM-Rekordtorschützin Marta brachte Brasilien per Handelfmeter mit ihrem 16. WM-Treffer in Führung (27.). Sie ist damit die erste Spielerin, die bei fünf Weltmeisterschaften traf. Beim 3:0 im ersten Spiel gegen Jamaika hatte Marta noch wegen  Oberschenkelproblemen gefehlt. Cristiane (38.) baute den Vorsprung aus, doch Caitlin Foord gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer (45.+1). Nach dem Wechsel drehten Chloe Logarzo (58.) und ein Eigentor von Monica (66.) das Spiel zugunsten der Matildas.

          Das letzte Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft findet am Montag in Montpellier statt. Gegner der Nationalelf ist Südafrika. Da Spanien als auch China im direkten Duell aufeinander treffen und mit jeweils drei Punkten nach zwei Spielen dastehen, hat das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit seinen sechs Punkten bereits vor dem letzten Spieltag mindestens Rang zwei in der Gruppe B sicher.

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