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Frauenfußball : Deutschland erkämpft den zweiten WM-Sieg

  • -Aktualisiert am

Erfolgreicher Zusammenhalt: Deutschland besiegt auch Spanien. Bild: AFP

Nach dem mühsamen Sieg zum Auftakt gelingt der DFB-Elf bei der WM der Frauen auch in der zweiten Partie ein Erfolg. Nun ist der Einzug ins Achtelfinale so gut wie sicher – weil eine Spielerin Glück hat.

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          Nach dem Schlusspfiff sandte Martina Voss-Tecklenburg dieses Mal kein Stoßgebet zum Himmel. Aber der Sprint zu ihren Spielerinnen und der Dank für eine kämpferisch gute Leistung zeugten von der Erleichterung. Wie schon im Auftaktspiel der deutschen Fußballerinnen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich musste die Bundestrainerin auch gegen Spanien bis zum Ende der Nachspielzeit mit ihrem Team um einen Arbeitssieg zittern. Am Ende aber reichte es dank eines Tores von Sara Däbritz (42. Minute) zum zweiten 1:0-Sieg im zweiten Spiel. „Ich bin sehr erleichtert“, sagte Martina Voss-Tecklenburg. „Spanien war immer gefährlich, hat uns vor Probleme gestellt mit ihrem sicheren Kombinationsspiel. Deshalb wäre ich heute sicher auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen.“

          Frauenfussball-WM 2019

          So aber kann das deutsche Team nur noch sehr theoretisch die Qualifikation für das Achtelfinale verpassen und am kommenden Montag (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Frauenfußball-WM, in der ARD und bei DAZN) trotz der Defizite im bisherigen Turnierverlauf bereits mit einem Unentschieden gegen Südafrika dafür sorgen, dass es im weiteren Turnierverlauf erst einmal den Vereinigten Staaten aus dem Weg geht. Die Amerikanerinnen gaben beim 13:0-Sieg über Thailand ein Statement ab und wären für das deutsche Team derzeit vermutlich eine Nummer zu groß. Dies wäre als Zweiter der Vorrundengruppe B womöglich bereits im Achtelfinale der Fall. Als Gruppensieger würde Deutschland stattdessen auf einen der vier besten Gruppendritten treffen.

          Martina Voss-Tecklenburg veränderte vor 21.000 Zuschauern im Stadion des nordfranzösischen Zweiligaklubs Valenciennes die Startformation sowohl bezüglich Grundordnung als auch personell massiv: Lena Goeßling, Lena Oberdorf und Verena Schweers kamen für Dzsenifer Marozsan, die wegen eines Zehenbruchs mindestens bis zum Achtelfinale pausieren muss, Linksverteidigerin Carolin Simon und Melanie Leupolz ins Spiel. Martina Voss-Tecklenburg hatte vor dem Spiel gesagt, dass Dzsenifer Marozsan nicht zu ersetzen sei. Entsprechend setzte sie auf eine 4-4-2-Grundordnung mit den zwei Spitzen Alexandra Popp und Svenja Huth und verzichtete auf eine klassische Spielmacherin im Zentrum. „Dass Dzseni uns fehlt, ist klar. Sie gibt uns mit ihrer Ballsicherheit gerade in engen Situationen, wie wir sie heute hatten, Sicherheit. Aber ich spüre Stolz auf meine Mannschaft, dass sie sich das Ergebnis hart erarbeitet hat.“

          Eine ähnlich verantwortungsvolle Rolle wie Dzsenifer Marozsan, aber deutlich weiter hinten positioniert, übernahm stattdessen Sara Däbritz. Beim Aufwärmen nahmen sich die Bundestrainerin und ihr Assistent Thomas Nörenberg die Spielerin von Bayern München deshalb noch einmal zur Seite und erklärten ihr eine spezielle Spielsituation: Sollte es die Idee für den Anstoß gewesen sein, dann liefen die Ausführungen allerdings ins Leere. Mit einem verunglückten Schlag aus der eigenen Hälfte brachte Sara Däbritz ihr Team direkt in Gefahr. Der Ball kam postwendend zurück, sodass Schlussfrau Almuth Schult aus ihrem Tor eilen und mit einer Grätsche klären musste. Die gefährliche Situation brachte Unsicherheit ins deutsche Spiel, zudem sorgte einsetzender starker Regen für ungemütliche Rahmenbedingungen.

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