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Viertelfinale gegen Schweden : Wie eine Verheißung für die Fußballfrauen

„Serien bringen es mit sich, dass sie irgendwann mal zu Ende gehen können“: Martina Voss-Tecklenburg Bild: dpa

Die deutsche Auswahl trifft im WM-Viertelfinale auf Schweden. An bisherige Duelle haben die DFB-Frauen viele gute Erinnerungen. Und noch etwas spielt Deutschland in die Karten vor dem K.o.-Duell.

          Es geht mal wieder gegen Schweden. Für das deutsche Fußball-Nationalteam der Frauen klingt es vor dem Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Frauenfußball-WM, in der ARD und bei DAZN) wie eine Verheißung, dass das Achtelfinale zwischen Schweden und Kanada dank des einzigen Tores von Stena Blackstenius den Gegner aus Skandinavien beschert hat. Gegen Schweden hat die deutsche Elf schließlich in vier Endspielen bei großen Turnieren gewonnen. 2003 köpfte Nia Künzer Deutschland mit einem „Golden Goal“ zum ersten von bislang zwei Weltmeistertiteln, 2016 führte Dzsenifer Marozsan, die am Samstag nach ihrem Zehenbruch auf den Platz zurückkehren soll, ihr Team zum Olympiasieg. Hinzu kommen zwei Europameistertitel, darüber hinaus gingen seit 1995 sieben weitere Turnierspiele nicht verloren.

          Frauenfussball-WM 2019

          Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die bei der bis heute letzten Pflichtspielniederlage bei der WM 1995 selbst auf dem Platz gestanden hatte, will aber von dieser Serie keinen Vorteil für ihr Team ableiten. „Serien bringen es mit sich, dass sie irgendwann mal zu Ende gehen können“, sagte sie. Deshalb spricht sie lieber von einem „Duell auf Augenhöhe“.

          Die deutschen Spielerinnen können sich dank des für sie günstigen Spielplans etwas entspannter und zugleich intensiver auf das Spiel vorbereiten. Im Vergleich zu den Schwedinnen haben sie zwei Tage mehr Zeit für die Vorbereitung auf das Viertelfinale. Den Dienstag konnte Martina Voss-Tecklenburg deshalb ganz freigeben; sie gönnte sich einen Ausflug nach Saint-Malo an die Atlantikküste, ehe sie am Mittwoch mit einer spielähnlichen Belastung ihre Spielerinnen auf den Samstag vorbereiten will.

          Am Donnerstag ist Arbeit an der Passqualität vorgesehen, um auch bei der „letzten Aktion cooler zu werden“, wie Martina Voss-Tecklenburg sagt. Zudem wollte das deutsche Team am Dienstagabend ganz unbeschwert das WM-Gefühl genießen, beim Achtelfinale zwischen den Niederlanden und Japan am deutschen Spielort in Rennes. Am Mittwoch könnten sie dann mit den Asiatinnen in die Analyse gehen, die Japanerinnen wohnen wie das deutsche Team im Golf-Resort Domaine de Cicé-Blossac. In die Zuschauerrolle wollen die DFB-Frauen nach dem Viertelfinale am Samstagabend jedoch keinesfalls zurückkehren.

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