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2:1 gegen Neuseeland : Japan mit idealem Start und perfektem Ende

  • -Aktualisiert am

Nicht ohne Verletzung, aber mit einem Sieg beenden die Japanerinnen ihren WM-Auftakt Bild: dpa

Mit ein wenig Mühe wird Geheimfavorit Japan seiner Rolle bei der WM gerecht. Die Asiatinnen gewinnen ihr Auftaktspiel gegen Außenseiter Neuseeland mit 2:1. Bei großer Hitze gelingt Aya Miyama der Siegtreffer aus dem Stand.

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          Ihre WM-Mission haben die japanischen Fußballfrauen am Montag doppelt erfüllt. Zum einen kam Nippons Nationalteam erfolgreich dem Auftrag nach, sich im Namen der Landsleute für die internationale Unterstützung nach Tsunami und Atomkatastrophe von Fukushima zu bedanken. Zum anderen schickten die Japanerinnen eine frohe Botschaft in die Heimat.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Im Auftaktspiel der Gruppe B wurden sie ihrer Rolle als Geheimfavorit gerecht und starteten mit einem 2:1-Erfolg über Außenseiter Neuseeland in ihre sechste WM. Damit zeigte die Mannschaft, zuhause Nadeshiko („Prachtnelke“) genannt, dass Japans Frauenfußball im deutschen WM-Sommer vollends erblühen könnte.

          Das Team aus Ozeanien dagegen wartet bei seiner dritten Endrundenteilnahme weiter auf den ersten Sieg. Die für Turbine Potsdam spielende Yuki Nagasato bescherte ihrem Team mit einem Lupfer einen idealen Start (6. Minute), ihre Kollegin Aya Miyama mit einem Freistoßschlenzer das perfekte Ende (68.). Dazwischen hatte Amber Hearn (12.) zum 1:1 ausgeglichen.

          Japans erstbester Versuch findet prompt sein Ziel

          Trotz sonnigem Wetter und Temperaturen um die dreißig Grad Celsius erlagen beide Teams nicht der Versuchung, sich vom Anpfiff weg mit Sommerfußball zu begnügen. Im Gegenteil: Die Begegnung begann munter; vor allem die Japanerinnen machten eifrig Kilometer, auch wenn nicht jeder Vorstoß so zielgerichtet war, dass eine Torchance dabei heraussprang.

          Der erstbeste Versuch fand allerdings prompt sein Ziel. Yuki Nagasato, die vorab den Titelgewinn als Ziel ausgegeben hatte, ließ ihren starken Worten schon in der sechsten Minute eine passende Tat folgen. Die Angreiferin lupfte den Ball von der Strafraumgrenze gefühlvoll über die hinaus eilende Torhüterin Jenny Bindon hinweg ins Netz; zur allgemeinen Freude ihrer Kolleginnen sowie der japanischen Anhängerschar, die in Bochum die lautstarke Mehrheit unter den 12.500 Zuschauern stellte.

          Doch schon sechs Minuten später wurden die Japan-Fähnchen auf den Tribünen wieder eingeholt, als der aufmüpfige Außenseiter aus Ozeanien einmal zuschlug. Stürmerin Amber Hearn schloss einen Konter kaltschnäuzig ab, als sie am langen Pfosten lauerte und von dort aus eine genaue Hereingabe ihrer Kollegin Ria Percival mit dem Kopf zum Ausgleich vollendete.

          Erster Erfolg auf dem Weg zum geplanten Titelgewinn

          Die flinken und forschen Japanerinnen bestimmten zwar das Spiel, versäumten es aber, ihrem großen Aufwand den entsprechenden Ertrag folgen zu lassen. Mal parierte die neuseeländische Torhüterin (17. Minute) einen Schuss, mal traf Mizuho Sakaguchi nur den Pfosten (18.). Auch Shinobu Ohno (28.) und Yuki Nagasato, die zu den auffälligsten Offensivkräften auf dem Platz gehörten, schossen oder köpften übers Tor.

          Als die Spielerinnen der Hitze langsam Tribut zollten, traf Aya Miyama auf die angenehmste Weise: aus dem Stand. Die Mittelfeldspielerin bescherte ihrem Team damit den erwarteten Erfolg auf dem Weg zum geplanten Titelgewinn.

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          Unser Autor: Martin Benninghoff

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