https://www.faz.net/-gtl-8ztwi

Frauenfußball-EM : „Machen wir ein denkwürdiges Turnier daraus“

  • Aktualisiert am

„Ein großes Turnier entwickelt seine eigene Magie und Begeisterung“: Uefa-Präsident Alexsander Ceferin. Bild: dpa

Erstmals nehmen 16 Teams an einer Frauenfußball-EM teil. Die Erwartungen sind groß – vor allem beim Uefa-Präsidenten. Favorit sind die Deutschen.

          1 Min.

          Vor dem EM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Niederlande und Norwegen an diesem Sonntag (18.00 Uhr / Live im ZDF) hoffen die Turnier-Organisatoren auf einen weiteren Schub für den Frauenfußball. „Ein großes Turnier entwickelt seine eigene Magie und Begeisterung. Jetzt ist der Frauenfußball an der Reihe, im Sommer ins Rampenlicht zu treten“, sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin vor der ersten Partie in Utrecht.

          Nach der U-21-EM der Junioren in Polen und dem Confederations Cup in Russland erwartet der 49 Jahre alte Slowene in den Niederlanden ein „denkwürdiges Fest mit dem Besten, das Europas Frauenfußball zu bieten hat“. Die EM biete wegen der Erweiterung des Feldes auf erstmals 16 Mannschaften die Chance, den „bemerkenswerten Fortschritt des Frauenfußballs unter die Lupe“ zu nehmen. Die Stars der Szene sind laut Ceferin Vorbilder, „die junge Mädchen dazu inspirieren, am Fußball teilzunehmen“.

          Michael van Praag, Präsident des Königlichen Niederländischen Fußballverbands (KNVB), ist ebenfalls sicher, dass man ein „wahres Fest“ erleben werde. Es sei eine Freude, „wenn man sieht, wie viel Leidenschaft dem am schnellsten wachsenden Sport in unserem Land geschenkt wird“, sagte der Niederländer, der auf eine sichere und fröhliche EM hofft: „Machen wir ein denkwürdiges Turnier daraus.“

          Titelverteidiger Deutschland trägt sein Auftaktmatch in der Gruppe B am Montag (20.45 Uhr / Live in der ARD, bei Eurosport1 und im Frauenfußball-EM-Ticker bei FAZ.NET) aus und trifft in Breda auf die starken Schwedinnen. Seine Stippvisite von Freitag bis Samstag im Team Base Camp der deutschen Frauen in Sint-Michielsgestel war DFB-Präsident Reinhard Grindel eine Selbstverständlichkeit. „Das ist eine Frage der Wertschätzung und des Respekts“, sagte Grindel nach dem gemeinsamen Abendessen mit dem Team von Bundestrainerin Steffi Jones am Freitagabend.

          Den DFB-Frauen, die insgesamt achtmal und zuletzt sechsmal nacheinander Europameister wurden, traut er abermals den Titelgewinn zu. Gleichwohl relativiert er den Erwartungsdruck an das junge Team um die neue Cheftrainerin Jones: „Der Titel ist nicht der Maßstab. Es war ein erfolgreiches Turnier, wenn unsere Frauen das abrufen, was in ihnen steckt. Ich wünsche, dass Sie in dieser Atmosphäre zu einer Mannschaft zusammenwachsen.“ Gleichwohl verhehlte er nicht, dass er nach den Siegen der deutschen Männer beim Confed Cup und der U-21-EM gern auch den Damen gratulieren würde: „Es würde mich freuen, wenn ich unsere Frauen bei der Siegerehrung wieder begrüßen könnte“, sagte Grindel, der erst zum Halbfinale abermals ins Nachbarland kommen kann.

          Die digitale F.A.Z. PLUS
          F.A.Z. Edition

          Die digitale Ausgabe der F.A.Z., für alle Endgeräte optimiert und um multimediale Inhalte angereichert

          Mehr erfahren

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Christine Lagarde auf der Pressekonferenz in Frankfurt

          EZB-Präsidentin Lagarde : Zinsentscheid mit einem Lächeln

          Die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, stellt sich erstmals nach einer Ratssitzung der Presse. Den Zinssatz lässt sie unverändert, doch ihr Stil unterscheidet sich deutlich von dem ihres Vorgängers Draghi.
          Wenn als Kind Traumata erlebt werden, kann dies zu epigenetischen Veränderungen führen, die Depressionen hervorrufen.

          Wie viele Kinder leiden? : Die angeknackste Psyche der Jugend

          Warum sind in Deutschland doppelt so viele junge Menschen depressiv wie im Rest Europas? Eine große Studie legt das nahe. Doch die Statistik ist trügerisch, was nicht zuletzt auch an den Ärzten liegt.
          Das nächste „große Ding“? Auch IBM forscht im Bundesstaat New York an Quantencomputern.

          Bahnbrechende Technologie : Im Quantenfieber

          Unternehmen treiben die Quantentechnologie voran – nicht nur mit Computern, die Unglaubliches leisten. Thales aus Frankreich will Vorreiter sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.