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Kurioses Formel-1-Training : „Was haben die zum Frühstück gehabt?“

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Nicht nur Sebastian Vettel war bei der Formel 1 in Österreich auf Abwegen. Bild: dpa

Bei Streckentemperaturen von über 50 Grad und Wind wird das Training der Formel 1 plötzlich zur Risikofahrt. Zwei prominente Piloten krachen in die Reifenstapel. Und Sebastian Vettel hat Glück im Unglück.

          Crashkurs auf dem Red Bull Ring: Sebastian Vettel konnte seinen Wagen im letzten Moment noch abfangen, Valtteri Bottas und Max Verstappen krachten mit ihren Autos kurz nacheinander in die Reifenstapel. Das Heck des Red Bull von Vorjahressieger Verstappen war demoliert, beim Mercedes von Bottas baumelten die Vorderräder nur noch rum. „Was haben die zum Frühstück gehabt“, schrieb die Formel 1 auf ihrer Homepage.

          Bei Streckentemperaturen von über 50 Grad und aufkommendem Wind in der Steiermark entwickelte sich das zweite Freie Training zum Großen Preis von Österreich am Freitag zur nachmittäglichen Rennzeit auf einmal zur Risikofahrt. Zuerst erwischte es Verstappen, unmittelbar nach der Streckenfreigabe verlor Bottas die Kontrolle über sein Auto. Via Funk erkundigte sich Vettel prompt: „Ist er okay?“

          Nach einer weiteren Unterbrechung und der abermaligen Freigabe kam dann Vettel in seinem Ferrari vom Kurs ab. Der viermalige Weltmeister aus Heppenheim konnte einen Einschlag wenigstens vermeiden und seinem Team eine Zusatzschicht bei 30 Grad ersparen. Die Reifen waren nach der Rutschpartie aber dahin, Vettel tuckerte erstmal zurück in die Box.

          Im Klassement blieb dem gebürtigen Heppenheimer letztlich nur der achte Platz. Am Morgen hatte er in den ersten – unfallfreien – anderthalb Stunden zur Vorbereitung auf das Rennen an diesem Sonntag (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, bei Sky und RTL) noch den zweiten Platz belegt. Vettel war nur 0,144 Sekunden langsamer gewesen als Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes bei dessen Tagesbestzeit.

          Der britische Dominator gab sich am Nachmittag mit dem vierten Rang zufrieden. Er und Bottas waren allerdings auch auf härteren Mischungen unterwegs als beispielsweise Vettels Teamkollege Charles Leclerc, der in den zweiten 90 Minuten der Schnellste war. Platz zwei ging immerhin noch an Bottas. Auf Rang drei folgte Pierre Gasly im zweiten Red Bull.

          Wie aussagekräftig die Rangfolge war, blieb schwer zu beurteilen. Deutlich wurde aber, dass der kurze Kurs mit seinen zehn Kurven auf 4,318 Kilometern für Überraschungen gut ist. Zumal der heiße Asphalt die Reifen beim Rennen erst recht rannehmen wird. Schon in der Qualifikation kann der kleinste Fehler bei einer Rundenzeit von nur gut einer Minute zu viel Zeit im Kampf um die Pole an diesem Samstag (15.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, bei Sky und RTL) kosten.

          Topkandidat auf die Pole ist nach wie vor Hamilton. Der 34 Jahre alte Brite tritt als sechsfacher Saisonsieger in bisher acht Rennen an. Die vergangenen vier Grand Prix gewann Hamilton in Serie. Vettel, der noch nie in Österreich gewinnen konnte, setzt derweil auf die Charakteristik des malerisch gelegenen Kurses mit seinen längeren Geraden. Diese könnten ein Vorteil für den Motor im Ferrari sein.

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