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Unmut in der Formel 1 : „Lasst uns fahren, wie wir wollen“

  • -Aktualisiert am

Riesige Auslaufflächen, enges Regelwerk: Vettel (im roten Ferrari) und andere Formel-1-Piloten fühlen sich gegängelt, nicht nur in Le Castellet. Bild: Getty

Aus der Strafe gegen Sebastian Vettel nach dem Kanada-Rennen spricht eine Strategie: Die Formel 1 soll keine Angriffsfläche bieten. Doch dadurch verliert sie an Reiz. Nicht nur der Ferrari-Pilot übt deutliche Kritik.

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          Er hätte nichts sagen müssen. Sebastian Vettel sprach schon mit seiner Mimik, bevor er seine Enttäuschung in Worte fasste: „Lasst uns fahren, wie wir wollen. Wenn ihr damit nicht zufrieden seid, baut andere Strecken. So einfach ist es. Baut halt Parkplätze mit Linien und Randsteinen, so wie hier.“ Vettel stand im Fahrerlager der Rennstrecke „Paul Ricard“, halb in Gedanken beim Großen Preis von Frankreich am Sonntag (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, bei RTL und Sky) und halb beschäftigt mit dem finalen Urteil zum vergangenen Rennen. Der Internationale Automobil-Verband (Fia) hat am Freitag den Revisionsantrag von Ferrari abgelehnt. Es bleibt bei der Bestrafung des viermaligen Weltmeisters, bei Rang zwei hinter Lewis Hamilton im Mercedes, obwohl Vettel das Ziel in Kanada als Erster erreicht hatte.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          „Es hilft jetzt nichts, weiter darüber nachzudenken“, sagte der viermalige Weltmeister. Der Fall aber reicht weit über die Frage hinaus, ob dem Ferrari-Piloten zu Unrecht ein Sieg genommen wurde. Das Urteil bewegt die gesamte Szene und scheint den Kern des Motorsports zu berühren. „Wenn wir so weitermachen“, sagte Günther Steiner, Teamchef des Rennstalls Haas, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „dann killen wir den Rennsport.“

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