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Toto Wolff im Gespräch : „Die Formel 1 wird schlecht geredet“

Ja. Ich habe nach wie vor meine Investmentgesellschaft. Den Sport, meine Leidenschaft, damit zu kombinieren, macht den Reiz aus.

Wie viel Rendite machen Sie?

Wir haben alle sportlichen Ziele erreicht und auf der kaufmännischen Seite die an uns gestellten Erwartungen erzielt. Die Bewertung des Teams, das ist für mich als Anteilseigner der Hebel, ist für mich gestiegen und für alle anderen Anteilseigner. Die letzten drei Jahre ist es gut gelaufen.

Über wie viel Prozent Rendite reden wir?

Die Wertsteigerung haben wir in unseren Verträgen festgehalten, aber wir sollten darüber nicht in der Zeitung lesen. Es hat eine gute Wertentwicklung genommen, aber es ist nichts, was aus der Welt wäre.

Die Formel 1 hatte immer den Ruf des Geschäftemachens, durchaus auch krummer Geschäfte. Im Moment jagt im Sport ein Korruptionsskandal den nächsten, krumme Geschäfte gab es offenbar diversen Verbänden, bei Menschen, die sich immer als saubere Sportsmänner gaben. Verfolgen Sie die Berichte?

Verfolge ich nicht im Detail, ich lese es nur. Da ist es gefährlich, eine Aussage zu machen. Aber ich lese von Skandalen in verschiedenen Verbänden und da ist es fast ein bisschen komisch, dass die Formel 1, die diesen Spin hat, jetzt nicht in Skandale verwickelt ist.

Ist die Formel 1 sauberer geworden?

Vielleicht sind die Stakeholder, diejenigen, die sich für die Formel 1 interessieren, authentischer. Weil es ums Geschäft geht. Wir haben einen Eigentümer, wir haben Teams, wir haben ein gemeinsames Ziel, die Plattform so interessant wie möglich zu gestalten. Dann läuft der Sport und das Geschäft. Das Ziel ist klar.

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Überprüfen Sie mit Blick auf die kommende Saison ihren Umgang mit ihren Fahrern? Lewis Hamilton ist zweimal Weltmeister geworden bei Mercedes, Nico Rosberg gar nicht. Der Kampf wird enger mit Ferrari.

Das kann eine psychologische Rolle spielen. An der Äquivalenz ändert sich nichts. Beide haben den gleichen Nummer-eins-Status, das ist uns wichtig. Der Philosophie werden wir treu bleiben. Wenn es notwendig ist, im Laufe des Jahres etwas zu ändern, um gegen Ferrari zu kämpfen, werden wir das diskutieren. Wir sind nicht nur als oberste Verfechter der Sportlichkeit unterwegs. Wir haben das Ziel die Konstrukteurs-WM zu gewinnen und die Fahrer-WM. Wenn es notwendig ist, sich auf einen zu konzentrieren, werden wir das berücksichtigen.

Wenn es jeder der beiden sein kann, heißt das im Umkehrschluss: Die beiden Titel bringen Lewis Hamilton keine Dankbarkeit.

Die Titel ändern nichts an unserer Einstellung, beiden absolut gleichwertiges Material zur Verfügung zu stellen. Beide haben eine wichtige Rolle, das Team nach vorne zu bringen, so, wie sie uns dahin gebracht haben, wo wir heute stehen.

Haben Sie für das Management Ihrer Piloten Ablaufpläne, wie es für die Entwicklung des Autos Pläne gibt? Wenn der eine A sagt, sagt der andere B und für uns folgt daraus X?

Ja.

Wie sehen die Pläne aus?

Hope for the best and prepare for the worst. Ich male mir immer ein eher negatives Szenario aus und arbeite daran, dass es nicht eintritt.

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