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Sponsoring : Puma und Ferrari gehen gemeinsam ins Rennen

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Der Sportartikelhersteller läßt sich den Ausrüstervertrag einen niedrigen Millionenbetrag kosten.

          Von der Zusammenarbeit mit dem Formel-1-Rennstall von Ferrari erhofft sich der Sportartikelhersteller Puma eine Stärkung seines Geschäfts besonders in Italien. "Keine Marke ist dort so stark wie Ferrari", sagte Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender von Puma, dieser Zeitung. Den Ausrüstervertrag mit dem bereits feststehenden Mannschaftsweltmeister in dieser Saison bezeichnete Zeitz als das i-Tüpfelchen für das Engagement seines Unternehmens in der Formel 1. Am Mittwoch bestätigten beide Unternehmen den Vertragsabschluß.

          Wieviel es sich der fränkische Hersteller kosten läßt, die Fahrerweltmeister Michael Schumacher und seinen Teamkollegen Rubens Barrichello mit feuerfester Bekleidung und Schuhen auszurüsten, verschwiegen Zeitz und Jean Todt, der Generaldirektor von Ferrari. Es dürfte sich je Saison um einen Euro-Betrag in niedriger einstelliger Millionenhöhe handeln. Der italienische Ausrüster Fila, dessen Vertrag mit Ferrari Ende 2004 ausläuft, hat nach Brancheninformationen je Weltmeisterschaftsrunde 4 bis 5 Millionen Dollar gezahlt. Vermutlich zahlt Puma als attraktiverer Partner etwas weniger.

          Ausrüster der italienischen Nationalmannschaft

          "Puma ist einer der führenden Ausrüster im Motorsport", sagte Todt. Inzwischen kleidet das Unternehmen sieben Mannschaften der Formel 1 ein, zum Beispiel BMW-Williams, Renault und Jaguar. Der Vertrag mit Ferrari beginnt im Januar 2005 und dauert zunächst drei Jahre. Wesentlicher Teil der Zusammenarbeit ist der Vertrieb der Merchandising-Artikel von Ferrari wie Schuhe, T-Shirts, Mützen und Regenjacken. Von März an soll eine Puma-Ferrari-Kollektion angeboten werden.

          Italien sei einer der vier größten europäischen Märkte für Sportartikel, berichtete Zeitz. Der Jahresumsatz von Puma bewege sich dort in die Richtung von 100 Millionen Euro. Der Markt sei ähnlich wie in Deutschland wegen der Kaufzurückhaltung der Verbraucher schwierig, doch Puma sei auch in Italien in den vergangenen Jahren gewachsen. "Dazu hat unser Engagement bei der italienischen Fußballnationalmannschaft beigetragen", sagte der Puma-Chef. Die besten Kicker des Landes spielen in Trikots von Puma. Zeitz zählt sein Unternehmen mit Nike und Adidas zu den drei führenden Sportartikelherstellern des Landes. Eine Schätzung für den Umsatz mit Ferrari-Artikeln nannte er nicht.

          Aufgefallen ist Puma bisher vor allem als Ausrüster der Tennisspielerin Serena Williams, die mittlerweile bei Nike unter Vertrag steht, mit extravaganten Trikots für die Fußballnationalspieler von Kamerun und zuletzt bei den Olympischen Spielen mit der Kleidung der Leichtathleten aus Jamaika. Das Sponsoring ist Teil des Marketings, für das Puma in diesem Jahr nach Angaben von Zeitz 13 Prozent des erwarteten Konzernumsatzes von rund 1,5 Milliarden Euro ausgibt. Etwa 60 Prozent des Marketing-Budgets entfallen auf Werbung, 40 Prozent - rund 80 Millionen Euro - auf das Sponsoring. Mit dem Engagement bei Ferrari werde sich an diesen Relationen nichts ändern, sagte Zeitz. Der Kurs der im Börsensegment M-Dax notierten Aktie von Puma stieg am Mittwoch bis zum Nachmittag um knapp 1 Prozent auf 209 Euro.

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