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Formel 1 : Spionage-Affäre geht weiter

  • Aktualisiert am

Alonso (l.) wurde drei Stunden lang befragt Bild: dpa

Die Spionage-Affäre in der Formel 1 ist auch nach dem Urteil des Automobil-Weltverbandes noch nicht ausgestanden. Die Staatsanwaltschaft im italienischen Modena, die bereits Weltmeister Alonso befragte, ermittelt weiter.

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          Das Urteil ist gesprochen, doch die Spionage-Affäre beschäftigt weiter die Formel 1 und Gerichte. Nachdem am Dienstag bereits Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso in Italien vernommen wurde, plant die Staatsanwaltschaft in Modena weitere Befragungen. Auch Alonsos McLaren-Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton und der spanische Silberpfeil-Testfahrer Pedro de la Rosa sollen bald vernommen werden, berichtete die italienische Sporttageszeitung „Gazzetta dello Sport“ am Mittwoch.

          Die Staatsanwaltschaft Modena hatte im Zuge des Skandals Ermittlungen gegen Teamchef Ron Dennis und zwei weitere, namentlich nicht genannte Teammitglieder wegen Betrugs, Verletzung von Industriegeheimnissen und Unterschlagung aufgenommen.

          Distanzierte sich Alonso von McLaren?

          McLaren-Mercedes war bereits zuvor vom Automobil-Weltverband FIA zu der Rekord-Geldstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt worden, außerdem hatte man das Team von der Konstrukteurswertung ausgeschlossen. Alonso und sein Teamkollege de la Rosa hatten die von Ferrari zu McLaren geflossenen Informationen per E-Mail ausgetauscht. Alonso wurde am Dienstag mehr als drei Stunden befragt. „Alonso ist nur als Zeuge vorgeladen worden“, sagte danach der ermittelnde Staatsanwalt Giuseppe Tibis, der die heikle Untersuchung um die Spionage-Affäre führt.

          Alonso wurde in Anwesenheit seiner spanischen und italienischen Rechtsanwälte befragt. Angeblich distanzierte sich der Spanier von McLaren. Er habe zwar gewusst, dass Informationen über die Ferrari-Boliden in Besitz von McLaren geraten waren, er habe aber nicht gewusst, dass es sich um Industrie-Spionage gehandelt habe, sagte Alonso.

          Laut „Gazzetta“ will Tibis die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den entlassenen Chefmechaniker von Ferrari, Nigel Stepney, beantragen, der McLaren die geheimen Informationen weitergegeben haben soll. Stepney soll von Tibis in den nächsten Tagen befragt werden. Die Untersuchungen in dem Fall könnten bis Dezember abgeschlossen werden, berichtete die „Gazzetta“.

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