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Sieg beim Großen Preis von China : Vettel im Regen wieder eine Klasse für sich

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Sieger mit Schampushäubchen: Sebastian Vettel genießt seinen zweiten Grand-Prix-Sieg Bild: AFP

Zweiter Sieg für Sebastian Vettel in der Formel 1: Im Regen von Schanghai fuhr der Heppenheimer im Red-Bull-Renault ein exzellentes Rennen und siegte. Zweiter wurde sein Teamkollege Mark Webber vor Jenson Button im Brawn GP.

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          Im Regen von Schanghai hat Sebastian Vettel mit seinem zweiten Formel-1-Sieg die Solofahrt der Brawn GP gestoppt. Der 21-Jährige aus Heppenheim gewann am Sonntag im Red Bull das spektakuläre dritte Saisonrennen im Reich der Mitte vor seinem Teamkollegen Mark Webber. Brawn-GP-Fahrer Jenson Button musste sich nach seinen beiden Auftakterfolgen mit Rang drei begnügen. „Yes, das ist ein Traum. Es war so schwierig“, jubelte Vettel nach seinem souveränen Rennen bei komplizierten Bedingungen. Der Erfolg des von der Pole-Position gestarteten Vettel (siehe: Großer Preis von China: Vettel auf der Pole Position) war der erste Grand-Prix-Sieg für seinen Rennstall. „Unglaublich. Er hat das brillant gemacht“, lobte Red-Bull-Teamchef Christian Horner den Triumphator. In der WM-Gesamtwertung schob sich Vettel, der sich schon 2008 bei seinem ersten Sieg in Monza im Toro Rosso als Regen-Spezialist erwiesen hatte (siehe: Formel 1 in Italien: Vettel jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten), mit den zehn Punkten auf Rang drei vor.

          Brawn GP in Schanghai ohne Siegchance

          An der Spitze liegen weiterhin Button (21 Zähler) und sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello (15), der beim Großen Preis von China nach zwei Safety-Car-Phasen Vierter wurde. Nach den zwei überlegenen Siegen von Australien und Malaysia waren die bisher überlegenen Brawn in Schanghai mit dem inzwischen legalisierten Doppel-Diffusor chancenlos gegen die noch ohne diese Unterboden-Lösung fahrenden Red Bull.

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          Abermals enttäuschend verlief das Rennen für das Weltmeister-Team Ferrari: Der Finne Kimi Räikkönen wurde als Zehnter gewertet, Felipe Massa (Brasilien), im Vorjahr noch Zweiter der Weltmeisterschaft, schied mit technischem Defekt aus. Damit steht die stolze Scuderia nach drei Rennen immer noch ohne Punkte da. Weltmeister Lewis Hamilton fuhr als Sechster hinter McLaren-Mercedes-Teamgefährte Heikki Kovalainen ins Ziel. „Mehr als Fünfter und Sechster geht derzeit nicht - das muss sich ändern. Glückwunsch an Sebastian Vettel und Red Bull für ein makelloses Rennen - Hut ab“, sagte Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug.

          Start hinter dem Safety Car

          Toyota-Mann Timo Glock aus Wersau fuhr aus der Boxengasse noch auf Rang sieben vor und ist nun punktgleich mit Vettel WM-Vierter. Der Gräfelfinger Adrian Sutil verpasste die Punkte-Premiere für seinen Force-India-Rennstall, als er in der 51. Runde auf Platz sechs liegend ausschied. Auch BMW-Sauber-Fahrer Nick Heidfeld als Zwölfter und Nico Rosberg im Williams, der 15. wurde, blieben ohne Punkte. Im chinesischen Dauerregen hatten die Renn-Kommissare einen Start hinter dem Safety-Car verfügt. Acht Runden lang schlich das Feld um den 5,451 Kilometer langen Kurs, angeführt von Vettel, der am Samstag trotz technischer Probleme zur zweiten Pole seiner Karriere gerast war.

          Auch nach der Freigabe des Rennens blieb der mit einem leichten Auto gestartete Heppenheimer vorn, im Duett mit Teamkollege Mark Webber fuhr der Red-Bull-Pilot einen Vorsprung heraus. Dahinter häuften sich die Überholmanöver. Von ganz hinten pflügte Glock durchs Feld, der aus der Box gestartet war und daher sein Auto bis zuletzt auf die schwierigen Bedingungen abstimmen durfte. Bei seinem Vorwärtsdrang ging der Wersauer allerdings bisweilen zu ungestüm zu Werke, schubste Landsmann Nick Heidfeld im BMW-Sauber hart beiseite und musste sich später eine neue Frontpartie für seinen Rennwagen abholen.

          Spektakulärer Unfall zwischen Trulli und Kubica

          Die Spitze übernahm in Runde 15 nach den Boxenstopps von Webber und Vettel einmal mehr Button. Wenig später aber musste zum zweiten Mal das Safety-Car das Feld einfangen, nachdem BMW-Sauber-Fahrer Robert Kubica spektakulär ins Heck des Toyotas von Jarno Trulli gekracht war. Button und Teamgefährte Rubens Barrichello gingen in die Box, Vettel war wieder vorn. Für den zu diesem Zeitpunkt von Startplatz 13 auf Rang drei vorgestürmten Felipe Massa war kurz darauf das Rennen wegen eines Defekts am Ferrari beendet - der nächste Tiefschlag für die katastrophal in die Saison gestartete Scuderia.

          Hinter Vettel, der fehlerlos sein Polster auf die Verfolger vergrößerte, lieferten sich Webber und Button ein erbittertes Duell um Rang zwei. Als der deutsche Spitzenreiter in der 36. Runde zum zweiten Mal zum Tanken kam und auch Webber bald darauf die Reifen wechselte, durfte Button noch einmal Führungskilometer sammeln. Doch der überragende Vettel holte sich noch auf der Strecke mit einem blitzsauberen Überholmanöver gegen Button Platz eins zurück, ehe der Brite durch seinen zweiten Boxenstopp endgültig alle Siegchancen einbüßte.

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