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Vettel-Bilanz bei Ferrari : „Diese Mission ist gescheitert“

  • -Aktualisiert am

Das war’s: Sebastian Vettel steigt in Abu Dhabi aus dem Ferrari. Nun verlässt er den Rennstall – ohne einen WM-Titel. Bild: Reuters

Nur Michael Schumacher und Niki Lauda gewannen öfter im Ferrari. Doch nicht nur Sebastian Vettel zieht zum Abschied von der Scuderia ein ernüchterndes Fazit. Was bleibt nach sechs Jahren überhaupt übrig?

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          Grand Prix von Abu Dhabi, sein 118. für die Scuderia Ferrari, der letzte Auftritt in Rot für Sebastian Vettel. Ende eines persönlichen Kapitels Renngeschichte: Platz 14. Er hat sich den Abschied anders vorgestellt. In einem glücklicheren Umfeld, in einem besseren Auto, mit einem Ausrufezeichen zum Schluss. Es sollte nicht sein. „Mein Ziel bei Ferrari war ein WM-Titel. Diese Mission ist gescheitert.“ Das sind die Fakten, auf die sich Vettel in seiner Kurzbilanz beschränkt. Dass er auf eine der stärksten Fahrer-Team-Kombinationen traf, die es je gab, ist für ihn keine Ausrede. „Es gab Gründe, warum wir nicht so gut waren wie Hamilton und Mercedes. Es hat an vielen Ecken gefehlt, und es ist auch nicht an einem einzelnen Rennen festzumachen.“

          Ferrari, das war für Vettel von Anfang an eine emotionale Angelegenheit. Er lebt und liebt die Historie dieses Sports, der älteste Rennstall der Formel 1 konnte kein Team wie jedes andere sein. Mit der deutschen Vorgeschichte sowieso nicht. Der Wunsch, es Michael Schumacher nachzumachen, lag auf der Hand. Es gab so viele Gemeinsamkeiten. Beide gaben ihr Formel-1-Debüt in einem Team, das sie sofort wieder verließen. Für beide wurde die nächste Station zum Triumphzug. Schumacher fuhr im Benetton dem Establishment um die Ohren, Vettel im Red Bull. Schumacher kam mit zwei WM-Titeln zu Ferrari, Vettel mit vier. Beide nahmen einen sportlichen Abstieg in Kauf. Ferrari war bei ihrer Ankunft nur des Mythos wegen das Ziel ihrer Träume. Obwohl sie im ersten Jahr nicht im besten Auto saßen, gewannen sie je drei Rennen. Danach drifteten ihre Geschichten auseinander.

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