https://www.faz.net/-gtl-8f4dy

Kritik an der Formel 1 : Fahrer fordern Reformen

Unterzeichnet, Vettel: „Wir möchten die Besitzer der Formel 1 auffordern und drängen, eine Restrukturierung der Führung in Betracht zu ziehen.“ Bild: dpa

Piloten wie Button und Vettel kritisieren in einem offenen Brief an Besitzer und Verantwortliche die Formel 1: „Setzen Erfolg aufs Spiel.“

          Die in der „Grand Prix Drivers Association“ (GPDA) organisierten Formel-1-Piloten haben Kritik an ihrer Rennserie geäußert und Reformen gefordert. Das geht aus einem offenen Brief vom Mittwoch hervor, der an die Besitzer und Verantwortlichen der Formel 1 adressiert ist und von Jenson Button, Sebastian Vettel und Alexander Wurz unterschrieben ist. Darin heißt es: „Wir möchten die Besitzer der Formel 1 auffordern und drängen, eine Restrukturierung der Führung in Betracht zu ziehen. Die künftige Richtung und Entscheidungen der Formel 1, seien sie kurz- oder langfristig, sportlich, technisch oder geschäftlich, sollten auf einem klaren Master-Plan basieren.“ Und weiter: „Wir müssen sicherstellen, dass die Formel 1 ein Sport bleibt, bei dem die besten Fahrer in den außergewöhnlichsten Maschinen auf den coolsten Rennstrecken eng gegeneinander kämpfen.“

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die aktuellen Strukturen seien überholt und würden den Erfolg der Formel 1 gefährden. Entscheidungsprozesse seien blockiert. Das wirtschaftliche Umfeld sei weltweit schwierig, das Verhalten von Fans und Zuschauern habe sich verändert, zudem die Fernseh- und Medienlandschaft. „Daher ist es entscheidend, dass die Führungskräfte des Sports kluge und wohl durchdachte Anpassungen vornehmen.“ Dazu zählt ihrer Meinung nach nicht der zum Saisonauftakt eingeführte und danach wieder abgeschaffte neue Modus im Qualifikationstraining. „Wir haben das Gefühl, dass einige Regeländerungen, seien sie sportlicher oder technischer Art oder geschäftlich begründet, zerstörerisch sind, die wirklich großen Probleme unseres Sports nicht angehen und daher seinen zukünftigen Erfolg aufs Spiel setzen“, schreibt die GPDA. Die Fahrer hatten den K.o.-Modus früh kritisiert.

          Weitere Themen

          Neuer not amused

          Nach ter-Stegen-Aussagen : Neuer not amused

          „Auch wir Torhüter müssen zusammenhalten“: Manuel Neuer hat sich kritisch gegenüber Marc-André ter Stegen geäußert. Der Nationalmannschaftskollege vom FC Barcelona hatte sich zuvor frustriert über seine Ersatzrolle gezeigt.

          „Es gibt immer Idioten“

          Böllerwurf beim Rheinderby : „Es gibt immer Idioten“

          Sportlich war das 122. Rheinderby weniger ansehnlich. Neben dem Platz geschah außerdem viel Unrühmliches. Aus dem Kölner Block heraus gab es einen Böllerwurf, und zuvor war es schon zu einem Buttersäure-Anschlag gekommen.

          Topmeldungen

          Die Ruhe vor der Messe: Ola Källenius im provisorischen Daimler-Hauptquartier auf der IAA

          Erste IAA für den Daimler-Chef : Ola im Härtetest

          „Wir müssen die Effizienz dramatisch erhöhen“, sagt Ola Källenius und schwört die Belegschaft auf harte Zeiten ein. Die Aktionäre als Eigentümer sollen zugleich höchste Priorität haben. Seine erste IAA als Daimler-Chef hat es in sich.
          Erkennt Widersprüche und artikuliert sie auch: Snowdens Buch ist keine rührselige Beichte.

          Snowdens „Permanent Record“ : Die Erschaffung eines Monsters

          Nicht die Rebellion, die Regierungstreue steht am Anfang dieser Biographie: Edward Snowden erzählt glänzend, wie er erwachsen wurde, während die digitale Welt ihre Unschuld verlor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.