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Zeichen gegen Rassismus : Der Silberpfeil trägt schwarz

  • Aktualisiert am

Schwarz ist das neue Silber: Farbenlehre als Symbolpolitik bei Mercedes. Bild: dpa

Mit einer neuen Lackierung will das Formel-1-Team von Mercedes mit Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ein klares Zeichen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung setzen.

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          Die Konkurrenz sieht Schwarz: Mercedes, überlegenes Team in der Formel-1-Weltmeisterschaft seit 2014, tritt in der am Wochenende in der Steiermark beginnenden Formel-1-Saison statt mit der üblichen Silberlackierung in schwarzen Rennautos an. Der britisch-deutsche Rennstall teilte am Montag mit, das neue Farbschema sei eine Reaktion auf die „Black Lives Matter“-Bewegung, die in den vergangenen fünf Wochen gezeigt habe, „wie sehr wir neue Maßnahmen und aktives Handeln im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in jeder Form benötigen“.

          Der Rennstall verweist darauf, dass sich „nur drei Prozent unserer Belegschaft als Angehörige ethnischer Minderheiten identifizieren“ und nur zwölf Prozent Frauen seien. Der „Mangel an Vielfalt“ zeige, dass neue Ansätze entwickelt werden müssten, um „die Talente anzusprechen, die wir derzeit nicht erreichen“. Man wolle „der Herausforderung durch positive Maßnahmen begegnen“; das Team arbeite an einem „Vielfalts- und Integritätsprogramm“, das bis zum Ende der Saison vorgestellt werden solle.

          In den vergangenen Wochen hatte Lewis Hamilton, der fünf seiner sechs Weltmeistertitel mit dem Mercedes-Team gewonnen hat, wiederholt mangelnde Diversität beklagt und der Formel 1 Rassismus vorgeworfen.

          „Ich möchte Toto (Teamchef Toto Wolff, d. Red.) und dem Vorstand von Mercedes ein riesiges Dankeschön dafür aussprechen, dass sie sich die Zeit genommen haben, um zuzuhören, zu reden, meine Erlebnisse und Leidenschaft wirklich zu verstehen, und für das klare Statement, dass wir uns als Unternehmen verändern und verbessern wollen“, wird Hamilton von seinem Team zitiert.

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