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Mick Schumacher in Formel 1 : Zwei Weltmeister-Söhne holten auch den Titel

  • Aktualisiert am

Sohn Mick (links) will dem Vater Michael Schumacher nacheifern. Bild: AFP

Knapp 30 Jahre nach Michael fährt auch Mick Schumacher in der Formel 1. Es ist nicht der erste Sohn, der seinem Vater folgt. Die italienischen Medien sind verzückt ob der Rückkehr des „legendären Familiennamens“.

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          Der Aufstieg von Michael Schumachers Sohn Mick in die Formel 1 ist keineswegs ein Einzelfall. Schon häufiger hat es in der Geschichte der Serie Rennfahrer-Söhne gegeben, die ihren Vätern in die Königsklasse des Motorsports gefolgt sind. Zweimal sogar wurden sowohl die Väter wie auch die Söhne Weltmeister. Eine Auswahl der bekanntesten Beispiele:

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          Graham und Damon Hill: Der Brite Graham Hill holte sich 1962 und 1968 den WM-Titel. Sohn Damon unterlag 1994 in einem intensiven Duell Michael Schumacher, ehe er 1996 Weltmeister wurde.

          Mario und Michael Andretti: Der Amerikaner Mario Andretti ist auf beiden Seiten des Atlantiks eine Motorsport-Größe. 1978 wurde er Formel-1-Weltmeister, zudem gewann er Sportwagen-Rennen und bejubelte Erfolge auf den Ovalkursen in den Vereinigten Staaten. Sohn Michael konnte da nicht mithalten, brachte es 1993 nur auf 13 Starts in der Formel 1.

          Gilles und Jacques Villeneuve: Bis heute gilt der Kanadier Gilles Villeneuve wegen seines furchtlosen Fahrstils als Ferrari-Ikone. 1982 verunglückte er tödlich. 15 Jahre später erkämpfte sich sein ähnlich unangepasster Sohn Jacques gegen Michael Schumacher den WM-Sieg.

          Nelson Piquet und Nelson Piquet jr.: Dreimal schnappte sich der Brasilianer Nelson Piquet in den 1980-er Jahren den WM-Titel. Sein Sohn Nelson jr. war weniger talentiert und wurde vor allem durch den „Crashgate“-Skandal 2008 bekannt, als er in Singapur mit einem absichtlichen Unfall Kollege Fernando Alonso den Sieg ermöglichte.

          Manfred und Markus Winkelhock: Für den Schwaben Manfred Winkelhock reichte es bei 47 Grand-Prix-Teilnahmen in meist unterlegenen Autos nur zu zwei Punkten. Sohn Markus führte in seinem einzigen Formel-1-Rennen sechs Runden das Feld an, weil er 2007 im Unwetter auf dem Nürburgring als einziger mit Regenreifen gestartet war.

          Keke und Nico Rosberg: Mit nur einem Saisonsieg eroberte der Finne Keke Rosberg 1982 den WM-Pokal. Filius Nico fuhr mit deutscher Rennlizenz und setzte sich 2016 in einem knallharten Zweikampf gegen Mercedes-Stallrivale Lewis Hamilton durch. Wenige Tage nach dem Titelgewinn erklärte er mit nur 31 Jahren seinen Rücktritt.

          Jan und Kevin Magnussen: Der Däne Jan Magnussen fuhr für McLaren und Stewart zwischen 1995 und 1998 in 25 Grand Prix. Ein WM-Punkt war dabei die Ausbeute. Sohn Kevin debütierte 2014 ebenfalls im McLaren, hat inzwischen schon 117 Rennen bestritten. Er muss am Jahresende das Haas-Team verlassen, für das künftig Mick Schumacher fährt.

          Jos und Max Verstappen: Als früherer Teamkollege von Michael Schumacher ist der Niederländer Jos Verstappen vor allem durch den Tankunfall 1994 in Erinnerung geblieben, als sein Benetton in Hockenheim Feuer fing. Bei 107 Starts kam er zweimal aufs Podium. Sohn Max gilt als einer der besten Fahrer der Gegenwart und hat im Red Bull bislang neun Siege eingefahren.

          Die italienischen Medien freuen sich derweil sehr, denn „der legendäre Familienname“ ist zurück: Die Nachricht vom Formel-1-Aufstieg Mick Schumachers hat für Verzücken gesorgt. „Es ist eine Freude für Millionen von Fans, vor allem für die Ferrari-Tifosi“, schrieb La Stampa, Tuttosport sieht „eine Hochzeit besiegelt“. Der 21-jährige Sohn der Ferrari-Legende Michael Schumacher debütiert 2021 in der Königsklasse für das Scuderia-Kundenteam Haas. Die Pressestimmen im Überblick.

          Gazzetta dello Sport: „Mick Schumacher, Sohn des legendären Weltmeisters, bringt den legendären Familiennamen in die Formel 1 zurück. Mit 21 Jahren wandelt er auf den Spuren seines unvergesslichen Vaters.“

          Tuttosport: „Nach neun Jahren kehrt der Name Schumacher in die Formel 1 zurück. Mick steigt zum Haas-Pilot auf. So wird eine Hochzeit besiegelt, auf die man in der Formel 1 mit großer Spannung gewartet hat.“

          La Stampa: „Eine Sache ist, ein Prädestinierter zu sein. Eine andere Sache ist es, tatsächlich die Formel 1 zu erreichen. Die Rückkehr des Namen Schumachers in die Formel 1 ist eine Freude für Millionen von Fans, vor allem für die Ferrari-Tifosi, die Michaels Schumachers Erfolge erlebt haben.“

          La Repubblica: „Mick Schumachers Traum von der Formel 1 geht in Erfüllung. Er setzt einen Weg fort, den er 2008 begonnen hatte, als er mit dem Namen seiner Mutter im Motorsport debütiert hatte. Um sich hat er die richtigen Personen: Sabine Kehm, die langjährige Sprecherin Michaels, und seinen Manager Nicolas Todt, Sohn von Jean Todt.“

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