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Schumacher-Comeback : „Die Logos stehen“

Bild: Bernd Helfert

Während der Rennfahrer auf der Kartbahn schwitzt, schmeißt sein Manager die Vermarktungsmaschine an. T-Shirts, Kappen, Logos - „alles fertig“, sagt Willi Weber. Das Schumacher-Comeback: Der Countdown bis Valencia. Noch 17 Tage.

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          Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. „Die Logos stehen“, sagt Willi Weber: „von unserer Seite ist alles fertig.“ Während sich Michael Schumacher weiter für eine Wiederkehr in die Formel 1 quält, hat sich sein langjähriger Manager gemeinsam mit seinen Mitarbeitern schon Gedanken über die Vermarktung des spektakulären Comebacks gemacht. T-Shirts und Kappen wird es geben, und alle Produkte sollen vor allem eine Botschaft verbreiten: Michael Schumacher ist zurück.

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Geschäft mit dem inzwischen 40 Jahre alten Kerpener verspricht einiges. Seit einem halben Jahr werden die Produkte, auf denen er zu sehen ist, wieder stärker nachgefragt, erzählt Weber. „Und seit der Ankündigung, zurückkehren zu wollen, ist der Hype natürlich unglaublich geworden.“

          „Wir bereiten uns alle darauf vor, dass er wieder am Start steht“

          Aber auch er ist vorsichtiger geworden: Wilhelm Friedrich Weber, den jeder nur Willi nennt. Zu schlecht sind seine Erinnerungen an das Jahr 1997. Schon vor dem letzten Grand Prix in Jerez de la Frontera hatte Weber seinerzeit Artikel produzieren lassen, auf denen Schumacher als Weltmeister gefeiert wurde. Es wäre sein erster Titel im Ferrari nach zwei Erfolgen für Benetton gewesen - doch am Ende jubelte der Kanadier Jacques Villeneuve. „Das hat damals wirklich weh getan“, sagt Weber, der die schon gefertigten Fanartikel wieder verbrennen ließ. Mehrere hunderttausend Exemplare. Nicht einmal eine Kappe davon hat sich der Siebenundsechzigjährige noch aufgehoben.

          Dass es wieder so kommen könnte, glaubt er trotz aller Vorsicht indes nicht. „Es ist bloße Theorie, dass Michael in Valencia nicht fährt. Wir bereiten uns alle darauf vor, dass er wieder am Start steht.“

          Der Weg nach Valencia ist schweißtreibend

          Der Weg dorthin ist Schweiß treibend. Am Mittwoch und Donnerstag ist Schumacher in Lonato in Italien mit dem Kart gefahren, bei Temperaturen, die denen in Valencia ähnlich sein dürften. „Es gibt momentan wenig Besseres für die Vorbereitungen - in punkto Lenkkräfte zum Beispiel ist Kartfahren sogar eher noch schwieriger als Formel-1-Fahren“, erklärte Schumacher auf seiner Homepage. Mit dem Ergebnis war er zufrieden: „Das waren zwei gute Tage“, schreibt er. „Arme, Oberkörper, Schultern, Nacken - das war einfach ein exzellentes Training.“

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