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Rosbergs Helm : Immer Ärger mit der Fifa

So geht’s: Der neu gestaltete Helm Rosbergs nach dem Einspruch des Internationalen Fußball-Verbands Bild: dpa

So nicht, Herr Rosberg: Der Internationale Fußballverband verbietet dem Führenden der Formel-1-WM seine Hommage an den WM-Sieg der Nationalmannschaft. Er muss den Goldpokal vom Helm verschwinden lassen.

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          Nico Rosberg hatte sich das ganz schön vorgestellt: Er kommt als Führender der Formel-1-WM zum deutschen Grand Prix nach Hockenheim an diesem Wochenende, eine Woche nach dem WM-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Rio de Janeiro. Was lag näher, als mit einem WM-Helm in Hockenheim zu starten, mit dem Weltcup auf dem Helm zum Heimsieg steuern?

          Schließlich hatte Rosberg in den vergangenen WM-Wochen nach eigenem Bekunden mit der Nationalmannschaft mitgefiebert - und keine Gelegenheit ausgelassen, der Welt die Freude mitzuteilen. Und Rosbergs Arbeitgeber ist Generalsponsor des Deutschen Fußball-Bundes, Mercedes hat die vergangenen Wochen mit großem Aufwand begleitet, vom unter anderem durch einen Unfall bei einem PR-Termin verkorksten Trainingslager bis zu Götzes goldenem Tor und der Jubelfeier in Berlin.

          Sterne statt Pokal auf Rosbergs Helm

          Doch aus dem Plan wird nun nichts: Die Fifa pocht auf ihr geistiges Eigentum am WM-Pokal. „So nicht, Herr Rosberg“, hieß es aus Zürich, nachdem Rosberg sein Helm-Design schon am Mittwoch via Twitter mit der Welt und auch der Fifa geteilt hatte. Und beim Internationalen Fußballverband ist man 2014 offensichtlich strenger als noch vor acht Jahren, als der Italiener Giancarlo Fisichella nach dem Siege der Squadra Azzurra in Deutschland den Weltcup auf seinem Helm spazierenfuhr. 

          Rosberg, der jüngst seinen Vertrag mit dem Stuttgarter Konzern zu deutlich verbesserten Konditionen, die Rede ist von 50 Millionen Euro, mindestens bis 2017 verlängert hat, lässt umspritzen. „Schade, ich hätte gern den Pokal auf meinem Helm gehabt als Hommage an die Jungs“, sagte der 29-jährige am Hockenheimring. Aber natürlich respektiere ich die Rechtslage. Jetzt nehme ich den vierten Stern groß und die anderen drei klein drauf. Den Stern kann uns keiner wegnehmen!"

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