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Formel 1 : Reihe eins fährt deutsch

Wieder mal der Schnellste: Der WM-Führende Nico Rosberg hat das Qualifiying gewonnen Bild: AP

Der mögliche neue Weltmeister Nico Rosberg sichert sich in der Qualifikation von Ungarn die nächste Pole Position, der alte Weltmeister Sebastian Vettel steht beim Start am Sonntag (14 Uhr) an seiner Seite. Lewis Hamilton muss wie in Hockenheim eine Aufholjagd starten.

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          Den Ungarn und ihren kulinarischen Gewohnheiten werden gemeinhin ein paar Attribute zugeschrieben, die sich durchaus unter dem Sammelbegriff feurig zusammenfassen lassen. Aber ganz so feurig, wie es am Samstag im Qualifikationstraining zum Großen Preis von Ungarn in Mogyorod zuging, hätten es ein paar Piloten nicht gebraucht.

          Lewis Hamilton konnte schon seine erste Runde nicht beenden, weil Benzin einer Leitung seines Mercedes leckte – Flammen im Heck, dem Engländer steht am Sonntag die nächste Aufholjagd bevor. Er verließ die Strecke noch vor dem Ende des Qualifyings. „Wir haben ihm das erlaubt“, sagte Teamchef Toto Wolff. „Lewis ist unglaublich sensibel.“

          Hamilton muss nach seinem Feuerschaden nun mit einem Start aus der Boxengasse rechnen. „Das Auto ist wirklich schwer beschädigt. Mein Bauchgefühl sagt, er wird aus der Boxengasse starten“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff am Samstag in Budapest. Die Ursache des Benzinlecks, das die Flammen am Silberpfeil des Briten ausgelöst hatte, sei noch nicht gefunden.

          Auf der Pole Position steht dagegen sein Teamkollege Nico Rosberg. Das war zu erwarten, aber der Weg auf den Frontplatz war das Gegenteil einer Spazierfahrt am Samstag. Kurz vor Beginn des dritten Qualifikationsabschnitts begannen dicke Tropfen aus den dunklen Wolken zu fallen. Die Start- und Zielgerade ist abschüssig, vor der ersten Kurve sammelte sich Feuchtigkeit, prompt rutschte Rosberg von der Strecke, fing seinen Boliden aber noch ein. Kevin Magnussen im McLaren verlor dagegen die Beherrschung – und krachte in die Streckenbegrenzung des Hungarorings. Kurze Unterbrechung, es hörte auf zu regnen, Rosberg qualifizierte sich für die Pole Position.

          Neben ihm wird Sebastian Vettel ins Rennen gehen, ihn trennte beinahe eine halbe Sekunde von Rosberg, aber Red Bull kommt die langsame Strecke entgegen. Und was ist schon eine halbe Sekunde angesichts des Blackouts, den Kimi Räikkönen erlebte? Der Ferrari-Pilot muss von Platz 16 ins Rennen gehen, ausgeschieden im ersten Qualifyingsegment, geschlagen von Jules Bianchi im Marussia.

          Ein Strategiefehler seines Teams, das ihn nicht noch einmal auf die Strecke schickte. So könnte auch der Sonntag turbulent werden. Gewitter drohen. Und Rosberg macht sich Gedanken über die Probleme des Teamkollegen: „Ich würde mit Lewis lieber um die Pole Position kämpfen. Wir müssen daran arbeiten. Diese Ausfälle sind nicht gut.“ Wer weiß schon, wo es das nächste Mal brennt?

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