https://www.faz.net/-gtl-9oj2a

Formel 1 : Red Bull fühlt sich von bösen Mächten umzingelt

  • -Aktualisiert am

Showtime: Max Verstappen sammelt Punkte, allerdings nicht auf der Rennstrecke. Bild: Imago

Eigentlich sollte dieses Jahr alles besser werden. Die unglückliche Ehe mit Renault wurde geschieden. Doch auch mit der neuen Braut Honda läuft es für Red Bull in der Formel 1 nicht besser. Der Schuldige ist schon ausgemacht.

          3 Min.

          Am Mittwoch vor dem Grand Prix von Österreich ließ Hausherr Red Bull sein Formel-1-Auto mitten in Graz spazieren fahren. Max Verstappen hat für die Etappe den Schlossberg hinauf vermutlich eine Bestzeit für die Ewigkeit aufgestellt. Die Marketingabteilung forderte volle Punkte für den Holländer, weil er auf der Stadt-Tour die Herzen der Fans gewann. Auf der richtigen Rennstrecke liegen volle Punkte für Red Bull gerade außer Reichweite. Außer zwei dritten Plätzen in Melbourne und Barcelona gab es für Verstappen, Red Bull und Honda noch nicht viel zu feiern. Das war in den Jahren zuvor anders. Da konnte Red Bull auf bestimmten Strecken aus eigener Kraft gewinnen. Beim Rennen vor einem Jahr konnte Verstappen Red Bulls ersten Sieg auf der eigenen Strecke feiern. An eine Wiederholung der Sternstunde an diesem Sonntag (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, bei Sky und RTL) glaubt der Vorjahressieger eher nicht. „Dazu brauchten wir schon eine große Portion Glück.“ Immerhin landete Verstappen am Samstag im Qualifying auf Platz drei und darf wegen der Strafe für Lewis Hamilton sogar als Zweiter starten.

          Eigentlich sollte dieses Jahr alles besser werden. Die unglückliche Ehe mit Renault wurde geschieden. Die neue Braut Honda beförderte den österreichischen Rennstall zum Werksteam. Sportdirektor Helmut Marko kündigte mutig mindestens fünf Siege an, einen mehr als im vergangenen Jahr. Und natürlich wolle man schon im ersten Jahr der Zusammenarbeit um den WM-Titel fahren. Red Bull hat jetzt keinen Prügelknaben mehr, der für das Scheitern seinen Kopf hinhält. Honda bekommt Streicheleinheiten statt Kritik. „Honda hat die gleiche DNA wie wir. Das sind echte Racer. Bei uns herrscht gleich eine andere Stimmung im Team“, feuerte Marko vor Saisonbeginn eine Breitseite auf den ehemaligen Motorenlieferanten Renault ab.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Die Polizei ermittelt gegen den tschechischen Bugatti-Fahrer, der über die A2 raste und sich dabei filmte.

          Bugatti-Fahrer auf der A2 : Nicht immer in der Spur

          Mit 417 Stundenkilometern ist ein Bugatti-Fahrer über die A2 gerast. Der Fall wirft viele rechtliche Fragen auf. Hat er gefährlich in den Straßenverkehr eingegriffen – oder ist er ein Rennen gefahren?