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Trump zum Fall Bubba Wallace : „Hat er sich entschuldigt?“

  • Aktualisiert am

Donald Trump mit seiner Frau Melania bei einem Nascar-Rennen im Februar Bild: Reuters

Der Fall Bubba Wallace bewegt Amerika und die Nascar. Vor zwei Wochen war in der Garage des schwarzen Fahrers ein zum Galgen geformter Strick aufgetaucht. Das FBI verneinte nun ein Hassverbrechen.

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          In der Debatte um den Fund eines Stricks in der Garage des Rennfahrers Bubba Wallace hat sich nun auch Amerikas Präsident Donald Trump zu Wort gemeldet und eine Entschuldigung des Nascar-Fahrers eingefordert. „Hat Bubba Wallace sich entschuldigt bei all den großartigen Nascar-Fahrern und Offiziellen, die ihm zu Hilfe kamen, an seiner Seite standen und bereit waren, alles zu opfern, um dann herauszufinden, dass die ganze Sache nur ein weiterer Scherz war?“, twitterte er am Montag.

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          Der einzige schwarze Rennfahrer in der vor allem in den Südstaaten der Vereinigten Staaten populären Motorsportserie äußerte sich nach Trumps Tweet selbst. Ohne direkt auf dessen Kommentar einzugehen, schrieb er an „die nächste Generation und die Kleinen“: „Liebe über Hass, jeden Tag. Liebe sollte etwas natürliches sein, weil Hass beigebracht wird. Selbst, wenn es Hass des Potus ist. Liebe gewinnt.“ Potus ist eine Abkürzung für Präsidenten der Vereinigten Staaten.

          Vor zwei Wochen wurde in der Garage des einzigen schwarzen Fahrers in der Nascar-Rennserie, Bubba Wallace, ein Seil gefunden, das zu einer Schlinge geformt war. Der Fund wurde zunächst als rassistischer Angriff auf den 26 Jahre alten Rennfahrer gewertet. Das komplette Fahrerlager und die Crews hatten sich anschließend vor dem Rennen hinter dem Wallace-Auto versammelt, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Das FBI verneinte nun jedoch ein Hassverbrechen. Ermittlungen kamen demnach zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem Seil um ein Garagentor-Zugseil handele, das wie eine Schlinge geformt war und bereits im Herbst 2019 angebracht worden war. Damals habe noch niemand wissen können, dass das Wallace-Team vor zwei Wochen diese Garage zugewiesen bekam.

          Kurz danach veröffentlichte Nascar ein Foto des Stricks. Wallace selbst beharrte auf der ursprünglichen Einschätzung, dass es sich um einen Galgenstrick handle. Trump schrieb in seinem Tweet weiter, dass dieser Fall und die „Flaggen-Entscheidung“ zu den niedrigsten Einschaltquoten überhaupt für die Rennserie geführt hätten. Amerikas Rennsport ist vor allem unter weißen, im Süden der Vereinigten Staaten lebenden Zuschauern der Mittelklasse beliebt.

          Nach landesweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze hatte Nascar Mitte Juni die Kriegsflagge der Konföderierten bei all ihren Veranstaltungen verboten. Wallace hatte sich zuvor für ein solches Verbot ausgesprochen. Die Konföderierten hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) der Südstaaten gegen den Norden gekämpft und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze gewehrt. Die Kriegsflagge ist in den Augen vieler Amerikaner ein Symbol für Rassismus.

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