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Rallye Dakar : „Die Rallye beginnt erst in Afrika“

  • Aktualisiert am

Vollgas über den Strand von Barcelona Bild: dpa/dpaweb

Der Schotte Colin McRae hat im Nissan Pick-Up auf der dritten Etappe der Rallye Dakar die Führung übernommen. Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt fiel im VW Race-Touareg vom sechsten auf den neunten Platz zurück.

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          Das Wüsten-Abenteuer Rallye Dakar hat für Volkswagen verheißungsvoll begonnen. Nach dem Auftaktsieg von Robby Gordon am Silvestertag fuhr der Amerikaner am Sonntag in seinem VW Race-Touareg mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) auf der 10 Kilometer langen Wertungsprügung im spanischen Granada auf Rang fünf und belegt in der Gesamtwertung den zweiten Rang. Fünfter ist der Franzose Bruno
          Saby, Neunte die Siegerin von 2001, die Kölnerin Jutta Kleinschmidt. „Wir liegen gut im Fahrplan, haben haben gute Ausgangspositionen“, erklärte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen.

          Spitzenreiter vor dem Transfer auf den afrikanischen Kontinent ist der Schotte Colin McRae. Der Rallye-Weltmeister von 1995 fuhr im Nissan Pick-Up am Sonntag in 7:48 Minuten Bestzeit und holte sich damit die Führung in der Gesamtwertung mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Gordon. Hinter dem Südafrikaner Giniel de Villiers im Nissan Pick-Up (zwei Sekunden zurück) folgt mit sieben Sekunden Rückstand Vorjahressieger Stephane Peterhansel aus Frankreich im Mitsubishi Pajero.

          Am Strand von Barcelona

          „Die Sprungkuppen haben mir heute viel Spaß gemacht“, sagte Robby Gordon, dem an Silvester auf den sechs Wertungskilometern am Strand von Barcelona ein ganz besonderer Sieg geglückt war. Als erster amerikanischer Pilot schaffte der Star der amerikanischen Nascar-Rennserie einen Tageserfolg bei den Autos.

          Zehn Sekunden langsamer war dort Jutta Kleinschmidt, die am Sonntag mit ihrer Beifahrerin Fabrizia Pons (Italien) weitere 27 Sekunden einbüßte. „Es war eine sehr schöne Wertungsprüfung. Leider hatte ich einen kleinen Fehler gemacht und mich halb gedreht. Da habe ich Zeit liegen lassen“, sagte die 42jährige, die diesem Rückstand aber keine große Bedeutung gibt. „Die Rallye beginnt erst in Afrika.“

          Tolle Show für die Fans

          Dies hatte auch die Vorjahresfünfte Andrea Mayer betont, die im Mitsubishi Pick-Up L200 am Sonntag knapp eine Minute einbüßte. Mit 1:07 Minuten Rückstand rangiert die Hiemenhofenerin mit ihrem neuen französischen Beifahrer Jean-Michel Polato im
          Gesamtklassement auf Rang 17. „Es ging in Barcelona hauptsächlich darum, den mehreren zehntausend Fans eine tolle Show zu bieten, als um die letzten Sekunden zu kämpfen“, so Mayer.

          Opfer eines Diebes war vor der Auftaktetappe zum Jahresende der zweimalige Dakar-Gewinner Hiroshi Masuaoka geworden. Dem 2002 und 2003 siegreichen Japaner wurde der Helm gestohlen. „Mein Ersatzhelm paßt nicht hundertprozentig, aber das wird sicher schnell wieder behoben sein“, erklärte Masuoka, der abermals mit seinem deutschen Beifahrer Andreas Schulz ins Rennen gegangen war.

          Transfer nach Afrika

          Insgesamt waren bei der Dakar 686 Fahrzeuge gestartet, darunter 223 Begleitfahrzeuge. Die restlichen 463 teilten sich in drei Wettbewerbs-Kategorien auf: 164 Autos, 230 Motorräder und 69 Lastwagen. Die Rallye führt über eine Gesamtstrecke von 9.039 Kilometern, davon sind 5.433 als Wertungsprüfungen ausgeschrieben.

          Nach einem 547 Kilometer langen Transfer von Granada nach Marokko sollte der Dakar-Troß am Sonntag um Mitternacht in Agadir eintreffen. Am Montag steht die vierte Etappe mit 123 Wertungskilometern auf dem Programm, ehe es am Dienstag in die Wüste Sahara geht.

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