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Paukenschlag in der Formel 1 : Ferraris Defizit, Vettels Schwäche

  • -Aktualisiert am

Keine Zukunft bei Ferrari: Sebastian Vettel Bild: dpa

Wer sich auf Ferrari einlässt, muss viel mehr als einen Rennwagen brillant steuern können. Doch auch die Trennung von Sebastian Vettel kann das Kernproblem des Formel-1-Rennstalls nicht kaschieren.

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          Sebastian Vettel ist gescheitert. An der schwierigsten Aufgabe, der sich ein Formel-1-Pilot stellen kann: Ferrari zu einen und in eine neue Ära zu führen. Das ist in den vergangenen 40 Jahren nur Michael Schumacher gelungen. Auch der vielleicht kompletteste Rennfahrer der Gegenwart, Fernando Alonso, kam mit Ferrari nicht voran. Die Scuderia frisst die Stars der Branche.

          Ohne die auffälligen Fahrfehler in der Saison 2018 und die herbe Niederlage gegen den zehn Jahre jüngeren Charles Leclerc im Qualifikationstraining der vergangenen Saison wäre es wohl nicht zum Ende der Liaison gekommen. Aber die Schwäche Vettels in bestimmten Momenten kaschiert die großen Defizite des berühmtesten Rennstalls. Ferrari fand seit Vettels Antritt 2015 nie zu einer inneren Ruhe. Team- und Technikchefs kamen und gingen. Der interne Konkurrenzkampf lähmte die Entscheidungsgeschwindigkeit. Ferrari brauchte viel zu lange, um Konstruktionsfehler zu korrigieren. Immer war Mercedes einen Schritt voraus. Weil das Silberpfeil-Team unter Leitung von Toto Wolff wie kein Zweites im Fahrerlager funktioniert. Deshalb saß Hamilton im besten Auto und hatte es, bei allem Respekt vor seiner außerordentlichen Fahrkunst, leichter. Er musste nicht so häufig an die Grenzen gehen, wie seine Verfolger. Das Risiko, Fehler zu begehen, ist geringer.

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